Stand: 16.09.2018 15:22 Uhr

1:3 in Aue - St. Pauli verpasst Befreiungsschlag

von Hanno Bode, NDR.de
St. Pauli um Johannes Flum (r.) rutscht nach dem 1:3 in Aue tiefer in die Krise.

Die Ergebniskrise des FC St. Pauli hält an. Der Hamburger Fußball-Zweitligist unterlag am Sonntagnachmittag beim FC Erzgebirge Aue mit 1:3 (1:2) und kassierte die vierte Pflichtspiel-Niederlage in Folge. Der Kiezclub offenbarte dabei wie in den vorausgegangenen Begegnungen gravierende Mängel in der Arbeit gegen den Ball. Dennis Kempe (11.), Pascal Testroet (31.) und Jan Hochscheidt (75.) waren für die bis dahin sieglosen Sachsen erfolgreich. Henk Veerman hatte zwischenzeitlich für die Gäste ausgeglichen (17.).

Früher Rückstand für den Kiezclub

5.Spieltag, 16.09.2018 13:30 Uhr

Erzgeb. Aue

3

FC St. Pauli

1

Tore:

  • 1:0 D. Kempe (11.)
  • 1:1 Veerman (17.)
  • 2:1 Testroet (31.)
  • 3:1 Hochscheidt (75.)

Erzgeb. Aue: Männel - Kalig, S. Breitkreuz, Rapp - Rizzuto, Tiffert, Fandrich, D. Kempe - Testroet (90.+1 Wydra), Hochscheidt (76. Kvesic), Iyoha (86. J.-P. Strauß)
FC St. Pauli: Himmelmann - Y.-Y. Park, Ziereis, Carstens, Dudziak (75. Sobota) - Knoll, Flum (88. Diamantakos) - Neudecker (46. Schneider), Buchtmann, Möller Daehli - Veerman
Zuschauer: 12000

Weitere Daten zum Spiel

Die verletzungsbedingt dezimiert ins Erzgebirge gereisten Hamburger - sechs Profis fielen aus - hatten in der Anfangsphase Probleme, in die Zweikämpfe zu kommen. Aue war giftiger und griffiger und besaß durch Fabian Kalig die erste große Chance. Den Schuss des aufgerückten Abwehrspielers wehrte Florian Carstens kurz vor der Linie ab (10.). Der 19 Jahre alte Innenverteidiger feierte sein Zweitliga-Startelfdebüt für den Kiezclub. Kurz darauf konnte der baumlange Defensivspezialist aber auch nicht mehr eingreifen. Veerman hatte in Höhe der Mittellinie den Ball an Steve Breitkreuz verloren, der Gastgeber schnell umgeschaltet und Emmanuel Iyoha in aussichtsreiche Abschlussposition gebracht. Den Schuss des früheren Osnabrückers konnte Keeper Robin Himmelmann zwar noch abwehren, doch Kempe war zur Stelle und staubte zum 1:0 ab.

Veerman trifft - Buchtmann im Pech

St. Pauli blieb eine Antwort nicht lange schuldig. Sechs Minuten nach dem Rückstand schlug Standardspezialist Marvin Knoll einen Freistoß aus der Halbposition auf Veerman, der mit dem Kopf zum Ausgleich traf. Der Treffer beflügelte die Hamburger. Sie agierten fortan noch mutiger und wären beinahe in Führung gegangen, als Christopher Buchtmann aus 18 Metern abzog, sein Schuss jedoch an den Außenpfosten prallte. In einer kurzweiligen Begegnung sorgte stattdessen Testroet für das dritte Tor des Spiels. Der einstige Werder-Profi nahm aus der Distanz Maß und überwand Himmelmann mit einem furiosen Geschoss ins linke Kreuzeck - der Halbzeitstand.

Ex-"Löwe" Hochscheidt sorgt für die Entscheidung

St. Paulis Coach Markus Kauczinski stellte nach der Halbzeit auf ein 3-5-2-System um und wechselte in Jan-Marc Schneider für Richard Neudecker einen zweiten Angreifer ein. Die Hamburger liefen nun früher an und hatten insgesamt etwas mehr Tempo in ihrem Spiel. Über einige gute Ansätze kamen sie vorerst aber nicht hinaus. In vorderster Front mangelte es ihnen an Entschlossenheit und Durchschlagskraft. Den Hausherren boten sich gegen die häufig weit aufgerückten Gäste mit zunehmender Spieldauer immer größere Räume. Einmal konnten sie daraus Kapital schlagen: Nicolai Rapp schickte Hochscheidt mit einem langen Ball auf die Reise, der Ex-Braunschweiger konnte ungestört in Richtung Tor laufen und bezwang Himmelmann mit einem Schuss ins lange Eck.

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