Sendedatum: 03.03.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Die Tricks der Teppichhändler

von Daniel Krull
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Auf den ersten Blick lassen sich Qualitätsunterscheide bei Teppichen nur schwer erkennen.

Die Auswahl in Teppichläden ist häufig riesig: Hunderte Muster aus verschiedenen Regionen, aus Wolle und Seide, in unterschiedlicher Fertigungsqualität. Viele Käufer können schlecht einschätzen, was die Teppiche wert sind. Das nutzen einige Verkäufer schamlos aus. Ein weitverbreiteter Trick sind Scheinrabatte: Teppiche werden mit Preisnachlässen von bis zu 80 Prozent angeboten. Was die Verkäufer verschweigen: Oft wurde der ehemalige Original-Preis vorher um bis zu 700 Prozent zu hoch angesetzt. Der Preis des vermeintlichen Schnäppchens ist nach der angeblichen drastischen Reduzierung oft noch viel höher als der faire Marktpreis.

Tipps für den Teppichkauf

Vor allem Orientteppiche sind eine kostspielige Investition. Nicht selten liegen die Anschaffungspreise im vier- bis fünfstelligen Bereich. Käufer sollten einiges beachten, um nicht zu viel zu bezahlen.

  • Vorsicht bei Scheinangeboten

    Vorsicht bei angeblichen Superschnäppchen. Preisreduzierungen von mehr als 30 Prozent sind oft Scheinangebote.

  • Vertrauenswürdige Händler

    Kaufen Sie ihren Teppich möglichst bei einem alteingesessenen und bekannten Teppichhändler. Der kann es sich meist nicht leisten, unseriös zu sein.

  • Infos zum Teppich

    Fragen Sie den Verkäufer nach Herkunft, Material, Beschaffenheit und Wertsteigerungspotenzial des Teppichs. Auch wenn Sie die Angaben nicht überprüfen können: Sie gewinnen einen Eindruck, wie gut sich der Verkäufer auskennt.

  • Zertifikate stehen für Qualität

    Lassen Sie sich schriftliche Zertifikate zum Teppich geben. Bekannte Siegel sind Öko-Tex, Rugmark sowie Care & Fair. Noch besser sind Gutachten von vereidigten Sachverständigen. Sie werden bei sehr wertvollen Teppichen oft mitgeliefert.

  • Auf die Knüpfung achten

    Vergleichen Sie Teppiche unterschiedlicher Preiskategorien miteinander. Wenn Sie die Teppiche umdrehen, können Sie sehen, wie der Teppich geknüpft ist. Viele Knoten deuten auf einen feingeknüpften, also hochwertigen Teppich hin. Wenige Knoten bedeuten grobe Knüpfung - ein Hinweis auf weniger gute Qualität.

  • Maschinell hergestellte Teppiche erkennen

    Schauen Sie sich das Muster des Teppichs an. Wenn es sehr gleichmäßig ist, spricht vieles für einen maschinell hergestellten Teppich. Solche Modelle sind oft weniger wert als handgeknüpfte Teppiche.

  • Verlaufene Farbe mindert den Wert

    Gucken Sie sich die Färbung des Teppichs an. Ist die Farbe verlaufen? Das mindert den Wert erheblich.

  • Keine Haustürgeschäfte

    Kaufen Sie Teppiche niemals an der Haustür oder von Firmen, die Orientteppichreinigungen zu Spottpreisen anbieten. Solche Firmen sind oft unseriös.

  • Gutachter mitnehmen

    Nehmen Sie beim Kauf eines teuren Teppichs einen Gutachter mit. Die Beratung kostet etwa 100 Euro pro Stunde - eine lohnende Investition für Teppiche, die mehrere Tausend Euro kosten. Teppichgutachter finden Sie über die örtlichen Industrie- und Handelskammern.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 03.03.2014 | 20:15 Uhr

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