Stand: 17.10.2016 14:31 Uhr  | Archiv

Einlegesohlen im Test: Gut zu Fuß?

von Jessica Ostermünchner, Ann-Brit Bakkenbüll

Einlegesohlen sollen den Fuß entlasten und stabilisieren. Glaubt man den Versprechen der Hersteller, können Schuheinlagen dadurch auch Beschwerden an Fußgelenken, Knie und Rücken vorbeugen. In einer Stichprobe vergleicht Markt den Tragekomfort von drei Paar Einlegesohlen aus dem Drogeriemarkt:

  • Balea-Komfortsohle von dm für 6,95 Euro
  • Fußwohl-3in1 Gel-Sohle von Rossmann für 6,99 Euro
  • Gel-Activ Sohle Everyday von Scholl für 12,99 Euro

Wie gut sind Einlegesohlen?

Bei Beschwerden zum Orthopäden gehen

Vor dem Kauf von Einlegesohlen sollte man herausfinden, ob ein orthopädisches Problem vorliegt, zum Beispiel Fehlstellungen wie Knick-Senk-Fuß, Hohlfuß oder Spreizfuß. Auch wer an Rheuma oder Diabetes leidet, sollte zunächst den Rat eines Orthopäden einholen. Speziell verschriebene Einlegesohlen können bei Fuß- und Gelenkproblemen gezielt helfen. Bei Einlegesohlen aus dem Drogeriemarkt ist die Anordnung der Polster und Gelpads in der Regel zu unspezifisch, um den Fuß immer an der richtigen Stelle zu unterstützen.

Einlagen für unterschiedliche Beschwerden

Abhängig von den Beschwerden können Orthopäden unterschiedliche Arten von Einlegesohlen verschreiben:

  • Funktionelle Stützeinlagen: Sie korrigieren Fehlstellungen, zum Beispiel eine übermäßige Einwärtsdrehung (Pronation) oder Auswärtsdrehung (Supination) des Fußes. Ziel ist es, die Funktion des Fußes sowie des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates zu verbessern.
  • Bettungseinlagen: Sie sollen vor allem den Aufprall beim Gehen dämpfen und das sogenannte Mittelfußköpfchen entlasten ("gewichtsverteilende Einlagen").
  • Kopieeinlagen: Sie sollen das Fußgewölbe stützen und dadurch die Statik des Fußes verbessern ("unterstützende Einlagen").
  • Korrektureinlagen: Sie dienen zur Korrektur von Fuß- und Gangproblemen von Kleinkindern. Da sie das Wachstum des Fußes steuern, müssen sie speziell für jeden Fuß angefertigt werden.

Fazit: Einlagen im Test ohne orthopädische Wirkung

Bei einer gelegentlichen Überlastung der Füße spricht nichts dagegen, Einlegesohlen aus dem Drogeriemarkt zu verwenden. In der Stichprobe konnte ein Schuhtechniker keine orthopädische Wirkung der überprüften Einlagen feststellen. Halten Beschwerden an Fußgelenken, Knie und Rücken länger an oder werden sie stärker, sollte man sich von einem Orthopäden untersuchen lassen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.10.2016 | 20:15 Uhr

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