Stand: 12.12.2017 11:43 Uhr

Die besten Tipps zum Fahren auf Schnee und Eis

Glatte Straßen, vereiste Scheiben, Dunkelheit am Morgen und zum Feierabend. Wer im Winter ins Auto steigt, muss einiges beachten, um sicher ans Ziel zu kommen. Grundsätzlich sollten Autofahrer im Winter mehr Zeit einplanen, denn die Fahrt zur Arbeit kann bei Eis und Schnee deutlich länger dauern. Wer genügend Zeit hat, fährt entspannter und kann sein Tempo den Straßenverhältnissen anpassen.

Der Wagen fährt Slalom

Sicheres Fahren auf glatten Straßen

Mein Nachmittag -

Viele Autofahrer wissen nicht, wie sie auf glatten und vereisten Straßen am besten reagieren. Ein Fahrsicherheitstraining kann helfen. Reporter Sven Tietzer probiert es aus.

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Erst kratzen, dann starten

Bevor die Fahrt beginnt, muss das Auto gründlich von Eis und Schnee befreit werden. Kleine Löcher in die zugefrorenen Scheiben zu kratzen, genügt nicht und kann zehn Euro Bußgeld kosten. Auch auf Motorhaube, Dach und allen Leuchten darf kein Schnee mehr liegen. Sonst kann er während der Fahrt aufwirbeln und die eigene Sicht ebenso behindern wie die nachfolgender Fahrer. Außerdem müssen die Kennzeichen lesbar sein.

Heizen und lüften

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Damit Lüftung und Heizung im Innenraum gut funktionieren, müssen die Lüftungsschlitze zwischen Frontscheibe und Motorhaube schneefrei sein. Dennoch dauert es einige Zeit, bis warme Luft aus der Heizung kommt. In dieser Phase hilft die Klimaanlage, beschlagene Scheiben trocken zu bekommen.

Anfahren: Sanft und untertourig

Nach den Sommermonaten sind die ersten Fahrten auf verschneiten Straßen ungewohnt. Auf einem leeren Parkplatz kann man testen, wie das Auto auf glattem Untergrund beim Anfahren oder Bremsen reagiert. Wer mit wenig Gas anfährt, kommt besser in Schwung. Drehen die Reifen dennoch durch, kann man es im zweiten Gang versuchen. Auch beim Fahren gilt: die Drehzahl des Motors niedrig halten und früh hochschalten.

Bremsen: Gefühlvoll bis kräftig

Der Bremsweg verlängert sich auf glatten Straßen erheblich. Vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges, vorsichtiges Bremsen verhindern, dass der Wagen ins Rutschen kommt und ausbricht. Geschieht dies dennoch, von der Bremse gehen, Kupplung treten und gefühlvoll gegenlenken. Dabei ruckartige Bewegungen vermeiden.

Glatte Straße, langer Bremsweg

Bei 30 km/h steht ein Auto auf trockener Fahrbahn nach 4 Metern, auf Schnee erst nach 16 Metern. Bei 80 km/h werden aus 30 Metern rund 120 Meter.

Die genauen Werte hängen vom Zustand des Schnees, den Reifen und dem Gewicht des Autos ab.

Droht ein Zusammenstoß, hilft nur noch eine Vollbremsung. Dabei reagiert das Antiblockiersystem (ABS) des Autos und lässt das Bremspedal pulsieren. Dennoch mit voller Kraft weiter bremsen. Mit ABS bleibt das Auto lenkbar, also dem Hindernis möglichst ausweichen. Meist ist es die bessere Alternative, in den Straßengraben zu rutschen, als auf das Heck des Vorausfahrenden. Bei alten Autos ohne ABS hilft die "Stotterbremse": Bremspedal kurz treten, lösen, treten, lösen ...

Wer es vor einer Schneewehe nicht schafft, das Tempo deutlich zu reduzieren, sollte das Lenkrad gut festhalten und gerade durch das Schneefeld fahren.

Vorsicht beim Spurwechsel

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Im Zweifel sollten Autofahrer hinter dem langsameren Fahrzeug bleiben.

Auf verschneiten Straßen zu überholen, birgt besondere Risiken. Meist liegt auf der Fahrbahnmitte mehr Schnee als auf den Fahrspuren. Da der Schnee die Räder ungleichmäßig abbremst, droht der Wagen ins Schleudern zu geraten. Bei dichtem Schneefall ist es erlaubt, Nebelscheinwerfer einzuschalten. Die Nebelschlussleuchte darf ausschließlich bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern brennen, also nicht bei schlechter Sicht wegen Schneefalls.

Nicht in Winterkleidung ans Steuer

Gerade im Winter ist es wichtig, gefühlvoll mit Gas- und Bremspedal umzugehen. In derben Winterstiefeln gelingt das kaum. Wer mit dem Auto zu einer Winterwanderung unterwegs ist, sollte in normalen Schuhen fahren und die Stiefel erst zum Wandern anziehen. Dicke Winterjacken schränken die Beweglichkeit am Steuer ein und verringern außerdem die schützende Wirkung des Sicherheitsgurtes.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 21.11.2017 | 16:20 Uhr

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