Stand: 29.07.2016 12:03 Uhr  | Archiv

Einkorn: Ein Urgetreide kehrt zurück

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Das Einkorn war bereits vor 9.000 Jahren bekannt.

Seit einigen Jahren wird das Einkorn wieder neu entdeckt. Immer mehr Bio-Landwirte setzen auf die anspruchslose Getreidesorte, die auch auf Böden wächst, auf denen Weizen nicht mehr gedeiht. Das Getreide ist außerdem sehr widerstandsfähig und dadurch für den ökologische Landbau gut geeignet: Seine Körner besitzen eine feste Umhüllung, die das Korn vor Pilzen und Schädlingen schützt.

Einkorn hat einen leicht nussigen, aromatischen Geschmack und ist reich an Mineralien und Ballaststoffen. Außerdem ist es sehr eiweißreich. Mittlerweile ist bei einigen Biobäckern Brot und Gebäck mit Einkorn erhältlich, ebenso bieten manche Bioläden Einkornmehl an.

In der Antike geschätzt, im Mittelalter vergessen

Einkorn zählt wie Emmer zu den Urgetreiden und wird manchmal auch als Steinzeitweizen bezeichnet. Auch der Gletschermann "Ötzi" soll sich von dem Getreide ernährt haben. In der Antike kultivierten die Römer das Einkorn, im Mittelalter wurde es zunehmend vom Dinkel verdrängt und geriet schließlich fast völlig in Vergessenheit.

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Markt | 11.04.2016 | 20:15 Uhr

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