Stand: 28.04.2020 09:33 Uhr

Kita-Normalbetrieb? GEW spricht von Virenschleudern

Der Kinderschutzbund meint, dass Kitas in Schleswig-Holstein trotz Corona-Pandemie schrittweise wieder zum Normalbetrieb zurückkehren sollten. Kinder bräuchten die sozialen Kontakte, die durch das Spielen und Toben in Gruppen zustandekommen. Ein klares Nein zu dieser Forderung kommt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sollten die Kitas während der Corona-Krise wieder in den Normalbetrieb wechseln, wäre das verantwortungslos, sagte GEW-Geschäftsführer Bernd Schauer. Es sei niemandem damit geholfen, wenn sich die Kitas zu Virenschleudern entwickelten und das Personal sowie die Kinder nach und nach erkrankten.

Kinderbetreuung im Schichtmodell denkbar

Der GEW-Geschäftsführer spricht sich deshalb dafür aus, dass es bei der Gruppengröße bleibt, die während des Notbetriebs gilt: fünf Kinder und ein Erzieher pro Gruppe. Laut Schauer könne man mit einem Schichtmodell arbeiten, um am Tag mehr Kinder in einer Kita betreuen zu können. Zum Beispiel könnte von 7.30 bis 10.30 Uhr eine erste Gruppe betreut werden und danach eine zweite.

Laut Erlass der Landesregierung sind die Kitas in Schleswig-Holstein zunächst bis zum 3. Mai geschlossen. Für spezielle Berufsgruppen und Alleinerziehende gibt es eine Notbetreuung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.04.2020 | 08:00 Uhr

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