Stand: 18.02.2019 15:03 Uhr

Schleierverbot vor Antidiskriminierungsstelle

Das Schleierverbot der Uni Kiel ist ein Fall für Schleswig-Holsteins Antidiskriminierungsstelle. Die Stelle habe bereits die zuständige Vize-Präsidentin der Hochschule um eine Stellungnahme gebeten, sagte ein Mitarbeiter der Bürgerbeauftragten am Montag. Zuvor habe sich eine muslimische Studentin, die Niqab trage, an die Antidiskriminierungsstelle gewandt.

Uni wünscht sich offene Kommunikation

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hatte vergangene Woche die Vollverschleierung des Gesichts in Lehrveranstaltungen verboten. Vorausgegangen war ein Konflikt mit einer muslimischen Studentin, die mit Gesichtsschleier zu einem Tutorium erschienen war. Die Kieler Uni begründete ihre Entscheidung damit, dass zu Forschung und Lehre auch eine offene Kommunikation gehöre. Zu den Mindestvoraussetzungen zählten nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch Mimik und Gestik heißt es in einer Richtlinie des Uni-Präsidiums.

Studentin will klagen

Die Kieler Nachrichten melden unterdessen, dass die Studentin gegen das Verbot klagen wolle. Es hätten sich bereits mehrere Anwälte des Falls angenommen. Ein Verein, der sich für religiös Diskriminierte einsetze, unterstütze sie finanziell.

Kommentar

Uni Kiel verbietet Vollverschleierung im Hörsaal

Nach einem Konflikt mit einer muslimischen Studentin zieht die Universität Kiel die Konsequenz. Sie verbietet es, mit vollverschleiertem Gesicht in Lehrveranstaltungen zu kommen. mehr

Schleier-Verbot: Uni Kiel handelt konsequent

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.02.2019 | 17:00 Uhr

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