Stand: 14.08.2020 16:09 Uhr

Lübecker Bucht: "Baden kann gefährlich sein"

Das am Donnerstag verhängte Badeverbot wegen gefährlicher Strömungen in der Lübecker Bucht ist am Freitag aufgehoben worden. Laut DLRG ist der Ostwind abgeflacht und das Wasser dadurch ruhiger geworden. Badegäste dürfen wieder ins Wasser. Die Lebensretter warnen dennoch vor Gefahren beim Baden in der Bucht. "Im Moment ist auf Gelb geflaggt", sagte ein Sprecher der DLRG Schleswig-Holstein: "Baden kann gefährlich sein." Das betreffe vor allem ungeübte Schwimmer. Am Donnerstag war die rote Flagge gehisst und damit ein Badeverbot ausgesprochen worden. Vier Menschen mussten aus dem Wasser gerettet werden. Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Lage am Wochenende unklar

Das Badeverbot war verhängt worden, weil aufgrund der Windverhältnisse eine sehr gefährliche Strömung entstanden war - gerade im Bereich Scharbeutz in Richtung Timmendorf. Das Verbot galt für die Strände von Niendorf, Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug und Sierksdorf. Die Strömung hätte auch Erwachsene von den Beinen reißen können, so der Sprecher. Sie könnten raus auf das Meer treiben und es nicht zurück an den Strand schaffen. Man müsse nun abwarten, wie sich die Verhältnisse am Wochenende entwickelten.

Badeverbot von Wind abhängig

Die DLRG Haffkrug-Scharbeutz prüft regelmäßig die Strömung der Ostsee und gibt auf ihrer Internetseite die Farben der gehissten Flaggen bekannt. Aufgeführt sind alle Orte der Lübecker Bucht. Ab am Wochenende erneut ein Badeverbot ausgesprochen wird, hängt davon ab, wie stark sich der Wind dreht und über die Ostsee weht. Durch den Ostwind entsteht eine gefährliche Unterströmung im Wasser.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.08.2020 | 17:00 Uhr

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