Stand: 21.03.2020 08:20 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Coronavirus verunsichert Friseure und Kunden

Frau schneidet Haare  Foto: Andreas Keuchel
Zum Friseur gehen? Viele Kunden sind in Zeiten von Corona verunsichert.

Restaurants, Kinos oder Geschäfte haben geschlossen, aber die Friseure bieten weiterhin ihre Dienstleistungen an. Da ein Abstand beim Haare schneiden nicht möglich ist, sind Friseure und Kunden gleichermaßen verunsichert. Nach Angaben des Landesinnungsmeisters des Friseurhandwerks, Klaus-Dieter Schäfer, treffen jetzt viele Betriebe wegen der Corona-Pandemie Schutzmaßnahmen. Einige Friseure hätten auch schon geschlossen, da seit Mitte der Woche kaum noch Kunden kämen.

Desinfektion und Einwegumhänge

Laut Innung wird bei vielen Friseuren nach jedem Kunden der Stuhl desinfiziert. Es gibt nur noch Einwegumhänge und alle tragen Handschuhe. Angebote, bei denen der Friseur nah am Gesicht arbeitet - wie etwa Wimpern färben oder Augenbrauen zupfen - sollten die Friseure Schäfer zufolge nicht mehr anbieten.

Wirtschaftsministerium verweist auf Regelung der Betriebe

Da sich aber Nähe dennoch nicht vermeiden lässt, herrscht vielerorts Unverständnis, warum das Land die Salons nicht flächendeckend schließt. Das Wirtschaftsministerium in Kiel verweist auf die Regelung für die Handwerksbetriebe und fügt hinzu: Es bestehe weder die Pflicht, zum Friseur zu gehen, noch das Geschäft geöffnet zu lassen.

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