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Corona: Landkreise arbeiten bei Kontakt-Verfolgung zusammen

Stand: 30.09.2020 11:17 Uhr

Der Landkreis Osnabrück stellt zusätzliche Mitarbeiter ein, um bei Corona-Fällen Kontaktpersonen zu ermitteln. Außerdem bilden alle Landkreise mobile Teams.

Wenn sich jemand mit Corona infiziert hat, muss nicht nur er oder sie selbst in Quarantäne - sondern auch die Kontaktpersonen ersten Grades. Alle müssen überprüft werden. Ein enormer Aufwand für die Gesundheitsämter. Seit April gilt bundesweit: Pro 20.000 Einwohner muss es ein Team aus fünf Personen geben, das Kontakte nachverfolgt. Im Landkreis Osnabrück gibt es das auch. Trotzdem hat der Kreistag nun beschlossen, 42 zusätzliche Stellen zu schaffen.

Anzahl der Kontakte stark gestiegen

Die neuen Mitarbeiter sollen hauptsächlich Infektionsketten nachvollziehen und Kontaktpersonen überprüfen. Die Anzahl der Kontakte sei stark gestiegen, sagt Bärbel Rosensträter, erste Kreisrätin im Landkreis Osnabrück NDR 1 Niedersachsen. Und somit auch die Anzahl der Kontaktpersonen, die überprüft werden müssten. Zu Beginn der Corona-Krise seien es noch vier Personen gewesen, mittlerweile würden bei einem Corona-Fall durchschnittlich 30 Kontaktpersonen überprüft. Momentan schaffe es der Landkreis, die Standarts einzuhalten, die der Bund vorgegeben hat, so Rosensträter. Es sei jedoch eine "riesige Kraftanstrengung".

Mobile Teams helfen sich bei Hotspots

Auch der Landkreis Verden und der Heidekreis reagieren auf die steigenden Infektionszahlen: Bei einem Treffen in Visselhövede vereinbarten die Kommunen, sich künftig in Hotspots gegenseitig zu unterstützen. Sie bilden dazu jeweils mobile Teams, die bei den Tests und bei der Suche nach Kontaktpersonen helfen, sagte Verdens Landrat Peter Bohlmann (SPD). So habe der Landkreis Verden zum Beispiel im Juni bei dem Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Oyten vorsorglich den Heidekreis um Amtshilfe gebeten.

Landkreise arbeiten zusammen

Die damals spontane Hilfe sei jetzt verankert: Alle niedersächsischen Landkreise vereinbarten, je drei mobile Teams zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen mit neun Personen aus Behörden, Hilfeorganisationen und der Feuerwehr zusammenstellen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.09.2020 | 12:00 Uhr

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