Corona-Ausbruch in Schlachthof: Mehr als 120 Infizierte

Stand: 16.09.2021 14:28 Uhr

Die Zahl der Corona-Fälle in einem Schlachthof in Georgsmarienhütte ist gestiegen. Nach erneuten PCR-Tests ist das Virus bei mindestens 120 der 300 Mitarbeitenden nachgewiesen worden.

Damit ist mehr als ein Drittel der Beschäftigten in dem Schlachthof infiziert. Das teilte der Betreiber Steinemann Holding am Donnerstag mit. 38 Betroffene leben demnach im Landkreis Osnabrück, 87 im benachbarten Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Dort werden den überwiegend aus Osteuropa stammenden Beschäftigten Unterkünfte und Wohnungen gestellt. Der Schlachthof bleibt voraussichtlich bis zum Monatsende geschlossen, wie das Unternehmen mitteilte.

Hat Reiserückkehrer Quarantäne-Auflage ignoriert?

Das Unternehmen vermutet, dass ein Reiserückkehrer das Virus bei privaten Treffen weitergetragen hat. Der Betroffene sei positiv getestet worden, sagte Geschäftsführer Carsten Knief dem NDR in Niedersachsen. Eigentlich hätte er sich in Quarantäne begeben müssen. Er war aber wohl schon geimpft und habe sich deswegen darüber hinweggesetzt, so Knief. Der Mann habe sich dann privat mit Kollegen getroffen und sie angesteckt, so die These des Unternehmens. So habe sich das Virus dann ausbreiten können. Das Gesundheitsamt des Landkreises Steinfurt, in dem viele der Infizierten leben, ist da nicht so sicher: Der Ursprung der Infektionen lasse sich nicht mehr ermitteln, heißt es von dort.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.09.2021 | 10:00 Uhr

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