Stand: 26.07.2018 10:53 Uhr

TV-Sendung bringt 30 Hinweise zu Mordfall Stindt

Nach der Sendung "Aktenzeichen XY" am Mittwoch über den Mord an Nicole Stindt aus Stuhr (Landkreis Diepholz) hat die Polizei mehrere Hinweise bekommen. Etwa 30 Anrufer hätten sich bisher gemeldet, sagte eine Sprecherin der Polizei Diepholz gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Die Angaben würden nun überprüft. Ein entscheidender Tipp sei jedoch bisher nicht dabei gewesen.

Polizei entschlüsselt Pseudonyme

Nicole Stindt war am Pfingstmontag 2010 bei Groß Ippener (Landkreis Oldenburg) ermordet aufgefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie bereits mehrere Monate vermisst. Nachdem 2012 die Mordkommission wegen fehlender Spuren zunächst aufgelöst worden war, haben die Ermittler in diesem April ihre Arbeit wieder aufgenommen. Unter anderem suchen sie nach den wahren Identitäten mehrerer Internet-Bekanntschaften der damals 38-Jährigen. Mit Hilfe neuer Programme konnten jetzt die Pseudonyme der Kontakte ermittelt werden.

Wer kennt diese Chatpartner?

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um folgende User-Namen des Portals Friendscout: "findmich44", "der_Wolfgang", "thomas26689", "Schimi_08", "sexprotz", "Schnucki44", "cosmo2000", "i_bins_wieda" und "bomi65". Die junge Frau habe vor ihrem Tod mit ihnen intensiven Kontakt gehabt, so ein Sprecher. Die Polizei sucht nun Zeugen, die ebenfalls Kontakt zu diesen Chatpartnern hatten. Sie werden gebeten, sich unter Telefon (05441) 97 10 und per E-Mail an moko@pi-dh.polizei.niedersachsen.de melden.

Weitere Informationen

Ermittler rollen Fall Nicole Stindt neu auf

Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Nicole Stindt aus Stuhr ermittelt die Polizei wieder. Sie sucht nun nach Internet-Bekanntschaften der Frau, deren Leiche 2010 gefunden worden war. (02.07.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 26.07.2018 | 10:30 Uhr

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