Ein Blick auf die bei einer Kollision zerstörte Friesenbrücke über die Ems. © dpa-Bildfunk Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Neue Friesenbrücke für Weener: Bahn hält an Termin 2024 fest

Stand: 29.11.2020 09:00 Uhr

Fast fünf Jahre ist es her, dass die Friesenbrücke über die Ems bei Weener (Landkreis Leer) durch einen Schiffsunfall zerstört wurde. Wann kommt der Neubau?

Die Arbeiten liegen nach Angaben der Deutschen Bahn im Zeitplan. Seit einem Jahr läuft das Planfeststellungsverfahren. Für die kommende Woche sei ein Erörterungstermin anberaumt worden, teilte eine Bahnsprecherin mit. "Bei positivem Verlauf könnte Mitte nächsten Jahres der Planfeststellungsbeschluss durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erlassen werden", hieß es.

Rückbau soll 2021 beginnen

Im kommenden Jahr soll dann zunächst mit dem Rückbau der noch bestehenden Brückenteile begonnen werden, danach soll der Neubau starten. Bis 2024 soll die Brücke durch eine moderne Drehvariante ersetzt werden. Um den Neubau war längere Zeit gerungen worden. Neben der Bahntrasse soll die Brücke auch einen zweieinhalb Meter breiten Fuß- und Radweg bekommen.

30 Millionen Euro teurer als geplant?

Zuletzt hatte ein Bericht des Bundesrechnungshofes für Aufsehen gesorgt. Die Prüfer befürchteten, dass sich die Inbetriebnahme bis 2030 verzögern könnte. Zudem könnten sich die Baukosten demnach von derzeit 66 Millionen auf 96 Millionen erhöhen. Die Bahn hält aber an dem ursprünglichen Zeitplan fest: "Eine Inbetriebnahme der neuen Friesenbrücke ist nach aktuellem Stand nach wie vor für Ende 2024 vorgesehen." Zu den Kosten könne sich das Unternehmen allerdings noch nicht äußern, da erst noch die finale Entwurfsplanung vorgenommen werden müsse, hieß es.

Die Friesenbrücke war am 3. Dezember 2015 von einem Schiff gerammt und zerstört worden.

Weitere Informationen
die zerstörte Friesenbrücke bei Weener am 20.06.2018 © picture alliance Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Wiederaufbau der Friesenbrücke: Teurer und langwieriger?

Laut Bundesrechnungshof könnte der Bau bis 2030 dauern und 96 Millionen Euro kosten. Die Pläne sorgen für Unverständnis. (19.10.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.11.2020 | 09:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Spritze mit Corona-Schutzimpfstoff wird verabreicht. © picture alliance/Jens Büttner Foto: Jens Büttner

Bald neuer Corona-Impfstoff mit Beteiligung aus Cuxhaven?

Die Firma Vibalogics hilft bei der Entwicklung, so der Bundestagsabgeordnete Ferlemann. Er rechne mit baldiger Zulassung. mehr

Nahaufnahme einer Impfspritze © photocase Foto: willma...

Impf-Pilotprojekt: "Mobile Impfzentren" für Senioren über 80

Bis zu 170 Senioren können sich heute in Lastrup gegen Corona impfen lassen. Der Ansatz findet bereits Nachahmer. mehr

Es wird auf einer Party mit Weißwein angestoßen. © photocase Foto: vanda lay

Polizei löst Party in Delmenhorst auf - gleich zweimal

Laut Polizei bewarfen Feiernde die Beamten mit Flaschen, einige liefen davon. Ein Mann aus Berlin kam in Gewahrsam. mehr

NDR Moderator Arne Torben Voigts sitzt mit Jens Wagenknecht und Carola Reimann (SPD) an einem Runden Tisch. © NDR Foto: Bertil Starke

Viele Antworten auf viele Fragen zur Corona-Impfung

Gesundheitsministerin Reimann und Arzt Wagenknecht waren bei NDR 1 Niedersachsen zu Gast, um Ihre Fragen zu beantworten. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen