Stand: 16.05.2019 14:11 Uhr

"MSC Zoe": Havarie wohl durch Rollbewegungen

Bei der Havarie der "MSC Zoe" waren fast 350 Container über Bord gegangen. Falsch beladen wurde das Schiff laut der Bundestelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) aber nicht.

Die Havarie des Containerschiffs "MSC Zoe" Anfang Januar vor der ostfriesischen Insel Borkum könnte durch starke Rollbewegungen des Schiffs ausgelöst worden sein. Das sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) am Donnerstag gegenüber NDR.de. Anhaltspunkte, dass das Schiff falsch beladen worden sei, habe man bis dato nicht gefunden.

Welche Rolle spielte der Kurs?

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Die "MSC Zoe" war in schwerer See auf einem küstennahen Kurs, als sich die Havarie ereignete. In flachen Gewässern können hohe Wellen entstehen, die die Rollbewegungen eines Schiffes begünstigen. Ob aber die Nähe zur Küste des Containerriesen bei dem Unglück eine Rolle gespielt habe, sei noch nicht abschließend geklärt, so der Sprecher. Sehr hohe Wellen kämen schließlich auch auf der offenen See vor.

Fast 350 Container verloren

Offen ist, wann ein Abschlussbericht zur Unfallursache vorliegen wird. Da auch die Niederlande die Havarie untersuchten, sei noch nicht klar, wann die Untersuchungen endgültig abgeschlossen werden, sagte der BSU-Sprecher. Die "MSC Zoe" hatte bei der Havarie fast 350 Container verloren. Seit Februar laufen vor der deutschen und der niederländischen Küste die Bergungsarbeiten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.05.2019 | 12:00 Uhr

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