Ein Wolf steht im Freigehege im Tierpark Wisentgehege. © picture alliance/Holger Hollemann/dpa Foto: Holger Hollemann

"Gefahr durch Wölfe verharmlost": Wolfsberater tritt zurück

Stand: 22.11.2021 15:31 Uhr

Im Landkreis Cuxhaven hat ein Wolfsberater seinen Rücktritt erklärt. Die Begründung: In Niedersachsen würde die Gefahr, die von den Wölfen ausginge, heruntergespielt.

Dabei wolle er nun nicht länger mitmachen, sagte der langjährige Wolfsberater Hermann Kück dem NDR in Niedersachsen. Auch um sein eigenes Revier sei er besorgt: Dort gebe es 30 Wölfe - zu viele, wie der Experte findet. Allein am vergangenen Wochenende habe er ein Dutzend bei einer Treibjagd beobachtet. Die Jagd im Rudel ist ein natürliches Verhalten von Wölfen und hilft ihnen etwa dabei, Energie zu sparen. Aber: Kück sagt, dass in den vergangenen Wochen Wölfe den Dörfern vor allem im Süden des Landkreises Cuxhaven immer näher gekommen seien. Auf einer Weide seien zwei Ponys gerissen worden, an einem anderen Ort waren es Schafe. Kück fordert deshalb nun Antworten von der Politik.

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Die Landesregierung hat dabei schon angekündigt, Wölfe ins geplante Jagdgesetz aufzunehmen. Einer Ausnahmegenehmigung bedarf es für den Abschuss aber weiterhin. Ex-Wolfsberater Kück bekräftigt derweil: Es müssten Wölfe geschossen werden. Er wolle sich nicht vor einer Fernsehkamera erklären müssen, wenn einmal ein Mensch durch einen Wolf zu Schaden käme. Auch deshalb sei der Rücktritt erfolgt. Zudem solle seine Entscheidung "wachrütteln und ein Zeichen setzen." Kück will seinen Rücktritt Umweltminister Olaf Lies (SPD) höchstpersönlich erklären - per Videoschalte. Ein Termin werde aktuell geplant, heißt es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 22.11.2021 | 15:00 Uhr

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