Stand: 07.05.2019 11:49 Uhr

Frau ertrinkt bei Segeljacht-Havarie auf der Jade

Auf der Jade ist am Sonntag eine 48-jährige Frau beim Kentern einer Jacht ums Leben gekommen.

Bei einer Segeljacht-Havarie auf der Jade vor Horumersiel ist am Sonntag eine Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war die zehn Meter lange Jacht auf der Außenjade gekentert. Die drei anderen Besatzungsmitglieder im Alter von 26, 28 und 55 Jahren konnten von den Seenotrettern in Sicherheit gebracht werden. Eine Wiederbelebung der zuvor im Wasser treibenden bewusstlosen Frau blieb nach DGzRS-Angaben erfolglos. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Über das Alter der Verstorbenen hatte es den Tag über unterschiedliche Angaben gegeben. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen war die Frau 48 Jahre alt.

Drei Überlebende sitzen auf Rumpf

Wie ein DGzRS-Sprecher gegenüber NDR.de mitteilte, hatte eine Person an Land das Unglück beobachtet und gegen 16.15 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert. Der Seenotrettungskreuzer "Bernhard Gruben" und das Seenotrettungsboot "Baltrum" machten sich daraufhin unverzüglich auf den Weg zu der Unglückstelle rund 1,2 Kilometer vor der Küste. Als die Seenotretter die Jacht erreichten, saßen drei Männer auf dem Rumpf des gekenterten Schiffes. Sie stiegen auf das Tochterboot der "Bernhard Gruben" über. Die in der Jade treibende 48-Jährige hatten sie nach der Havarie nicht mehr erreichen können. Es sei unheimlich schwer, jemanden aus dem Wasser auf den Rumpf eines gekenterten Schiffes zu ziehen, betonte der DGzRS-Sprecher.

Frau stirbt noch vor Ort

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Das Tochterboot der "Bernhard Gruben" nahm die bewusstlose Frau an Bord.

Die bewusstlose Frau wurde von den Seenotrettern auf das Tochterboot der "Bernhard Gruben" gehoben. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb sie noch vor Ort. Die drei Überlebenden wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut DGzRS stammen die vier verunglückten Segler aus Niedersachsen. Das Boot hatte seinen Liegeplatz in Horumersiel.

Starke Windböen als mögliche Ursache

Die genaue Unglücksursache ist noch unklar. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei gab es zum Zeitpunkt der Havarie Nordwind der Stärke 5 mit eineinhalb Meter hohen Wellen. Erste Ermittlungen ließen vermuten, dass starke Windböen die Jacht zum Kentern gebracht haben, sagte ein Sprecher NDR.de. Bei der aktuellen Wassertemperatur von 10 Grad kühle eine über Bord gegangene Person innerhalb von wenigen Minuten aus.

Jacht wird an Wattkante geschleppt

Das Seenotrettungsboot "Baltrum" nahm die kieloben treibende Jacht an den Haken und legte sie an der Wattkante vor Anker. "Sie drohte in Richtung Fahrwasser zu treiben, deshalb mussten wir handeln", so der DGzRS-Sprecher. Wann die Bergung erfolge, sei noch unklar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 06.05.2019 | 09:30 Uhr

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