Eine Visualisierung zeigt eine schwimmende Raketenplattform in der Nordsee. © Harren & Partner Group

Von der Nordsee ins All: Bremerhaven wird "Weltraumbahnhof"

Stand: 06.09.2021 14:27 Uhr

Die Nordsee soll künftig "Weltraumbahnhof" für Raketen sein. An Bord der Flugkörper: Kleinsatelliten, die etwa Klimadaten sammeln. Bremerhaven soll der Heimathafen der Startplattform werden.

In Berlin haben am Montag vier europäische Raketenhersteller Absichtserklärungen für die Zusammenarbeit mit der German Offshore Spaceport Alliance (Gosa) unterschrieben. Vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen würden von einem flexiblen und vereinfachten Zugang ins All profitieren, sagte Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Die Möglichkeit, von der Nordsee aus ins All zu starten, sei zentral für eine "New-Space-Wertschöpfungskette". "New Space" bezeichnet dabei die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt. Kleine Satelliten, die mit neuen Mini-Raketen, sogenannten Microlaunchern, gestartet werden können, stehen dabei im Zentrum der Planungen.

Erster Raketenstart für 2023 geplant

Dafür ist die schwimmende Startplattform in der Nordsee geplant. Dabei handelt es sich um ein Spezialschiff mit Startrampe, das nach Darstellung der Gosa in Bremerhaven seinen Heimathafen haben soll. Für das Jahr 2023 sei der erste Start eines Microlaunchers geplant.

Bundesregierung will Raumfahrtindustrie stärken

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betonte am Montag, dass der Weltraum ein "dynamischer Wachstumsmarkt" sei und Kleinsatelliten die Zukunft gehöre. Mit ihrer Hilfe könnten beispielsweise Daten für den Klima- und Umweltschutz sowie den Katastrophenschutz gewonnen werden. Er kündigte eine "New-Space-Kleinsatelliten-Initiative" an, um die deutsche Raumfahrtindustrie zu stärken.

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Start einer Ariane-5-Rakete. © dpa picture alliance Foto: Benoit Doppagne

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Hallo Niedersachsen | 08.09.2020 | 19:30 Uhr

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