Stand: 11.02.2019 19:33 Uhr

Wriedel: Gutachter soll Windradflügel-Bruch prüfen

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Ein abgebrochener Windradflügel ist in der Gemeinde Wriedel zu Boden gestürzt.

Nach dem Flügelbruch an einem Windrad in einem Windpark in der Gemeinde Wriedel (Landkreis Uelzen) soll ein Gutachter die Anlage in Augenschein nehmen. Er soll klären, warum der mehr als 30 Meter lange Flügel abbrach. Bislang kommen ein technischer Defekt und ein Materialfehler in Betracht. Inwieweit das Wetter eine Rolle gespielt hat, muss die Überprüfung zeigen. Es hätten sehr turbulente Windbedingungen geherrscht, so ein Sprecher des Betreibers Energiekontor.

Passanten melden Vorfall

Der Windradflügel war am Sonnabend bei stürmischem Wetter abgebrochen. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Polizei mitteilte. Das 100 Meter hohe Windrad gehört zu einem Windpark mit zehn weiteren Anlagen. Passanten hatten den Vorfall am Sonnabend bemerkt und Polizei und Feuerwehr alarmiert.

Bis zu 150.000 Euro Schaden am Windrad

Auf 100.000 bis 150.000 Euro schätzt der Windparkbetreiber Energiekontor den entstandenen Schaden an der Anlage. An einer Anlage in Brandenburg habe es im vergangenen Jahr einen ähnlichen Vorfall gegeben, sagte Carsten Schwarz, Leiter der Betriebsführung bei Energiekontor. In Brandenburg sei ein Blitzeinschlag als Ursache vermutet worden. Dies könne in Wriedel aber ausgeschlossen werden. Es habe sich am Sonnabend bei hohen Windgeschwindigkeiten zunächst ordnungsgemäß selbst abgeschaltet. Dann sei es wieder angelaufen und danach sei der Flügel abgebrochen, so Schwarz. Die übrigen zehn Anlagen liefen normal weiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 10.02.2019 | 11:00 Uhr

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