Stand: 08.07.2020 10:53 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Toter Flüchtling in Stade: Wird wieder ermittelt?

Bild vergrößern
Der junge Mann hatte in einer Flüchtlingsunterkunft mit einer Hantelstange Polizisten angegriffen. (Archivbild)

Die Ermittlungen im Fall eines im vergangenen Sommer von der Polizei erschossenen Flüchtlings in Stade könnten doch noch weitergehen. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, hat der Bruder des Getöteten hat gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Stade, die Ermittlungen einzustellen, Beschwerde eingelegt. Das bestätigte ein Sprecher der Stader Behörde. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle werde nun voraussichtlich prüfen, ob die Entscheidung korrekt war. Die Stader Ermittler wollen den Polizisten nicht anklagen, weil er in Notwehr gehandelt habe. Für die Grünen im Landkreis Stade ist diese Entscheidung "ein Skandal". Ihrer Ansicht nach sind viele Fragen bislang nicht beantworten worden. Der getötete Mann war im August 2019 im Stader Stadtteil Bützfleth in einer Flüchtlingsunterkunft mit einer Hantelstange auf Polizisten losgegangen. Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray schoss einer der Beamten auf ihn, um den Angriff zu stoppen.

Erschossener Flüchtling: Notwehr oder Totschlag?

Hallo Niedersachsen -

Bei einem Polizeieinsatz in Stade wurde ein 19-jähriger Flüchtling erschossen, der auf die Beamten losgegangen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht auf Totschlag.

1,73 bei 60 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Weitere Informationen

Stade: Zahl der Schüsse aus Dienstwaffe unklar

Die Staatsanwaltschaft prüft die Umstände des tödlichen Schusses eines Polizeibeamten auf einen Mann in einer Flüchtlingsunterkunft in Stade. Unklar ist die Zahl der abgegebenen Schüsse. (19.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 08.07.2020 | 13:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

06:15
Hallo Niedersachsen
01:36
Hallo Niedersachsen
01:23
Hallo Niedersachsen