Serengeti-Park: Breitmaulnashorn-Kinder toben im Freigehege

Stand: 28.07.2021 21:11 Uhr

Gleich dreimal gab es im Serengeti-Park in Hodenhagen (Heidekreis) in diesem Jahr Nachwuchs bei den Breitmaulnashörnern. Ab kommender Woche sind die Jungtiere für Besucher zu sehen.

Nach der ersten Zeit im Stall seien die Kälber inzwischen groß genug, um nach und nach das knapp 15 Hektar große Freigelände erkunden, teilte der Park mit. Am Mittwochmorgen haben die Tierpfleger die Herde erstmals mit den Jungtieren aus dem Stall gelassen - ab Montag können Besucher dann täglich die kleinen Nashörner beobachten.

"Zawadi", "Selma" und "Kai" kommen in diesem Jahr zur Welt

Am 31. Januar und 6. Februar erblickten die Nashorn-Mädchen "Zawadi" und "Salma" das Licht der Welt in Hodenhagen, am 30. April folgte der kleine Bulle "Kai". "Salma" und "Kai" tobten beim ersten Ausflug ausgelassen zwischen Zebras, Straußen und Antilopen. "Zawadi" blieb am Mittwoch zunächst noch im Vorgehege.

51 Mal Nashorn-Nachwuchs in Hodenhagen

Mit "Kai" wurde das insgesamt 51. Breitmaulnashorn seit der Gründung des Parks im Jahr 1974 in Hodenhagen geboren. Der Serengeti-Park kann nach eigenen Angaben weltweit die zweitbesten Zuchterfolge vorweisen. Das führt der Park auf die weitläufigen Flächen und die naturnahe Haltung zurück. Nur der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichne höhere Geburtenraten, heißt es weiter.

Nur noch 20.000 in freier Wildbahn

Aktuell soll es noch rund 20.000 Breitmaulnashörner in freier Wildbahn geben. Fast die ganze Population lebt in nur vier afrikanischen Ländern: Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia.

"Artenschutz ist und bleibt für uns eine zentrale Aufgabe"

Der Serengeti-Park erinnerte daran, dass mit einem Nashornbullen, der ebenfalls "Kai" hieß, vor 25 Jahren erstmals ein in menschlicher Obhut geborenes Nashorn nach Afrika zurückkehrte. Am 22. September 1996 sei "Kai" in einem Transportcontainer auf die Reise in den Norden Namibias gegangen. Der 1991 geborene Kai habe über die Jahre neun gesunde Kälber gezeugt und sei im Alter von 28 Jahren gestorben. "Artenschutz ist und bleibt für uns eine zentrale Aufgabe", sagte Serengeti-Park-Inhaber Fabrizio Sepe. Wegen ihres Horns würden die Tiere gnadenlos gejagt und seien daher vom Aussterben bedroht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 28.07.2021 | 13:30 Uhr

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