Stand: 20.11.2018 10:16 Uhr

Schädelfund: Knochen sind nicht von Monika Crantz

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Förster Oliver Christmann hatte den Schädelknochen im Wald gefunden.

Die Suche nach Monika Crantz geht weiter. Der vor einigen Wochen in einem Waldstück bei Lüneburg gefundene Schädelknochen gehört nicht der 1999 verschwundenen Geschäftsfrau aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein. Eine DNA-Analyse im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf habe bundesweit keinen Treffer auf vermisste Personen oder ungeklärte Todesfälle ergeben, sagte Polizeisprecher Kai Richter gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Nach dem Fund des Schädelknochens durch einen Förster in einem Waldstück bei Neu Sülbeck hatte die Bereitschaftspolizei Lüneburg und eine Hundestaffel weitere menschliche Knochen gefunden. Die Untersuchungen von Knochen und Bekleidungsgegenständen durch Spezialisten dauern an.

Fundort sprach für Mordfall Crantz

Der Fundort des skelettierten Schädels, eines Beckenknochens und Bekleidung im Oktober deutete auf den Fall Monika Crantz von 1999 hin. Schon kurz nach dem Verschwinden der Geschäftsfrau hatte die Polizei das Waldstück durchsucht. Ihr Mann Hartmut Crantz war in Verdacht geraten, seine Ehefrau umgebracht zu haben. Er war im Jahr 2000 in einem Prozess ohne Leiche vor dem Landgericht Lübeck für schuldig befunden worden und brachte sich drei Jahre später in der Zelle um.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 20.11.2018 | 11:00 Uhr

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