Stand: 16.04.2021 07:15 Uhr

Onkel in Celle erstochen: 13 Jahre Haft für 46-Jährigen

Justitia © dpa
Ein 46 Jahre alter Mann muss für 13 Jahre ins Gefängnis. (Themenbild)

Weil er seinen Onkel in dessen Wohnung in Celle erstochen hat, ist 46-jähriger Mann vor dem Lüneburger Landgericht zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. "Mir fehlen die Worte für das, was geschehen ist. Ein Mensch hat seine Gutmütigkeit mit dem Leben bezahlt", sagte der Vorsitzende Richter Franz Kompisch am Donnerstag in der Urteilsbegründung. Die Tat am 28. September 2020 wertete das Gericht als Totschlag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat mit 31 Verurteilungen ein großes Vorstrafenregister. Erst kurz vor dem Verbrechen war er aus dem Gefängnis gekommen. Am Tattag hatte die Polizei den betrunkenen Angeklagten bei seinem 54 Jahre alten Onkel abgeliefert, den er wenig später nach einem Streit erstach. "Ganz knapp sind Sie an der Verurteilung eines Heimtücke-Mordes vorbeigeschrammt", betonte der Richter. Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert, die Verteidigerin beantragte wegen Körperverletzung mit Todesfolge dreieinhalb Jahre Haft und kritisierte die Polizei scharf. Ihr Mandant hätte in eine Ausnüchterungszelle gehört, so die Anwältin.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 16.04.2021 | 06:30 Uhr

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