Stand: 20.10.2018 09:53 Uhr

Jäger zufrieden mit Wildschweinjagd in Lüneburg

Im Lüneburger Stadtteil Ochtmissen wurde am Freitag scharf geschossen. Das Ziel: Wildschweine. Die Schwarzkittel wühlen und pflügen sich durch Vorgärten, durch den Spiel- und den Bolzplatz - für die Anwohner eine echte Plage. In Ochtmissen leben rund 3.000 Menschen und mehr als 100 Wildschweine. Nun sind es drei Wildschweine weniger, darunter ein rund 100 Kilo schwerer Keiler.

Jäger mit Drückjagd in Lüneburg zufrieden

Die Bilanz: drei erlegte Tiere

Erlegt wurden drei Tiere, die Rotte zählt über 100 Wildschweine - eine magere Bilanz? Nicht für die beteiligten Jäger und Jagdpächter. Die zeigten sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Natürlich hätten es mehr sein können, sagte Ochtmissens Bürgermeister Jens-Peter Schultz. Dass bei der Jagd nur drei Tiere getötet wurden, könne daran liegen, dass die Wildschweine sich gerade in anderen Teilen des Reviers aufhielten und nicht direkt in diesem Stadtteil, so ein Jagdpächter.

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Eine Jagd zum Schutz der Einwohner

Die Jagd diene dem Schutz der Einwohner, betonte Jens-Peter Schultz im Vorfeld der ersten Drückjagd in diesem Wohngebiet. Nicht nur die Afrikanische Schweinepest bereite den Menschen in Ochtmissen Sorge. "Uns geht es vor allem auch um Sicherheitsaspekte", so Schultz.

Wachposten halten Jogger fern

Etwa 80 Helfer hatten sich als Jäger, Treiber und Ordner an der Drückjagd beteiligt, wie die Stadt mitteilte. Hauptjagdgebiet seien die Flurstücke zwischen Ochtmissen und Vögelsen gewesen, nachdem die Wildschweine aus dem Wohngebiet getrieben worden waren. Anwohner wurden durch Warnschilder informiert, belebte Wald- und Feldwege waren für die Dauer der Drückjagd gesperrt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 19.10.2018 | 08:30 Uhr

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