Ein Fahrzeug der Polizei fährt zum Rheinmetall-Gelände in Unterlüß. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Explosion bei Rheinmetall: Ursache ist weiter unklar

Stand: 11.11.2021 14:10 Uhr

Nach der Explosion auf dem Gelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Unterlüß (Landkreis Celle) in der Nacht auf Mittwoch sucht die Polizei weiter nach dem Auslöser.

Gemeinsam mit Experten des Landeskriminalamtes (LKA) haben Ermittler am Mittwoch das Gelände in der Gemeinde Unterlüß untersucht, um das Ausmaß der Explosion festzustellen. Die Druckwelle habe in einem Radius von etwa 200 Metern erhebliche Schäden an Betriebsgebäuden verursacht, sagte ein Sprecher am Donnerstag dem NDR in Niedersachsen. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne die Polizei bislang nicht mehr sagen.

Türen, Fenster und Wände beschädigt

Den Angaben zufolge ereignete sich die Explosion im Bereich der Munitionsbunker in Unterlüß. Die Bestände wurden dadurch über weite Teile des Werksgeländes und in einem angrenzenden Wald verteilt. Verletzte gab es durch die Explosion nicht. Wohnhäuser und die nahegelegene Bahnstrecke wurden nicht beschädigt.

Bunker auf Werksgelände überprüft

Das Gebiet wurde in einem Radius von mehreren Hundert Metern abgesperrt. Nach Angaben von Rheinmetall sollte die Produktion aber weiterlaufen. Eine Drohne und ein Hubschrauber der Polizei überflogen die Gefahrenzone, um das genaue Schadensausmaß zu bestimmen. Die Experten überprüften zudem alle übrigen Bunker auf dem Werksgelände. Diese gelten als sicher, wie es heißt.

Keine Hinweise auf Anschlag oder Sabotage

Das Unternehmen kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren. So wolle man herausfinden, wie es trotz strengster Sicherheitsstandards zu der Explosion kommen konnte, sagte ein Sprecher von Rheinmetall. Hinweise auf einen Anschlag oder einen Sabotageakt gibt es den Ermittlern zufolge derzeit nicht.

Landrat und Bürgermeisterin wollen abwarten

Axel Flader, Landrat aus dem Kreis Celle und Katharina Ebeling (beide CDU), Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide, wollen die Ermittlungsergebnisse abwarten, bevor sie über den Vorfall in Detail sprechen. Beide seien vor allem froh, dass bei der Explosion niemand verletzt wurde, sagten sie dem NDR in Niedersachsen.

Initiative lädt zu Mahnwache ein

Die Initiative "Friedensaktion Lüneburger Heide" kritisierte indes, dass Rheinmetall weiter Kriegswaffen und Munition produziert. Die Initiative hat für Sonntag zu einer Mahnwache vor dem Betriebsgelände eingeladen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.11.2021 | 14:00 Uhr

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