Ein Holzstempel mit der Aufschrift "Grundsteuer" steht vor mehreren Stapeln mit Euro. © picture alliance/SULUPRESS.DE/Torsten Sukrow Foto: Torsten Sukrow

Grundsteuer: Günstiges Gorleben, teures Ritterhude

Stand: 27.06.2021 10:38 Uhr

Bei der Grund- und Gewerbesteuer gibt es große Unterschiede zwischen den rund 950 niedersächsischen Städten und Gemeinden. Das geht aus einer neuen Veröffentlichung für das Jahr 2020 hervor.

Wie das Statistische Landesamt in Hannover mitteilte, lag die Spanne der Hebesätze bei der Gewerbesteuer in Niedersachsen zwischen 300 Prozent in Bokensdorf (Landkreis Gifhorn), Waake (Kreis Göttingen), Grethem und Hademstorf (beide Heidekreis) sowie Steinfeld (Oldenburg) im Landkreis Vechta und 500 Prozent in Wathlingen (Kreis Celle) und Sande (Kreis Friesland).

Kommunen legen Hebesätze fest

Je höher der Hebesatz, desto stärker wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft variierte den Angaben zufolge von 270 Prozent in Rühen (Landkreis Gifhorn) bis 690 Prozent in der Stadt Bremervörde (Kreis Rothenburg/Wümme). Die Grundsteuer B gilt für die meisten anderen Grundstücke. Hier meldete mit 250 Prozent Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) den niedrigsten Wert. An der Spitze stand Ritterhude (Landkreis Osterholz) mit 640 Prozent. Mit der Festlegung der Hebesätze können die Kommunen die Höhe der ihnen zustehenden Gemeindesteuern beeinflussen. Die Hebesätze aller Gemeinden für 2020 sind im Internet abrufbar.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.06.2021 | 11:00 Uhr

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