Ein Schild mit der Aufschrift "gesperrt" in Asse. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Zukunftsfonds Asse: Knapp neun Millionen Euro ausgezahlt

Stand: 27.12.2020 14:32 Uhr

Seit der sogenannte Zukunftsfonds Asse 2015 ins Leben gerufen wurde, hat er knapp neun Millionen Euro an Initiativen und Einrichtungen ausgezahlt.

Wie der Landkreis Wolfenbüttel mitteilte, sind bislang insgesamt 193 Projekte gefördert worden. Die Mittel aus dem Fonds sollen dazu beitragen, Nachteile auszugleichen, die der Region durch das Atommülllager Asse II bei Remlingen entstanden sind oder weiter entstehen. Eines der Probleme: Viele Menschen ziehen von dort weg, die Immobilienpreise in den benachbarten Gemeinden sind gesunken.

Projekte sollen Wirtschaft, Kultur oder Umwelt fördern

Gefördert werden sollen Projekte, die den sozialen und bürgerschaftlichen Zusammenhalt in der Region stärken, Wirtschaft und Arbeit fördern, die Kulturlandschaft entwickeln und die Umwelt schützen. In diesem Jahr haben unter anderem der Heimat- und Verkehrsverein Asse und die Hochschule Ostfalia Zuschüsse erhalten, außerdem mehrere Freibäder und der Sportverein MTV Wolfenbüttel.

Bund gibt jedes Jahr drei Millionen Euro

Träger des Fonds ist eine Stiftung, die beim Landkreis Wolfenbüttel angesiedelt ist. Der Bund stellt dem Zukunftsfonds jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung. 2015 kam eine Anschubfinanzierung in Höhe von einer Million Euro hinzu. Die Bundesregierung hat zugesagt, den Fonds so lange zu finanzieren, bis das Atommülllager sicher geschlossen und saniert ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.12.2020 | 13:00 Uhr

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