Stand: 11.06.2019 15:39 Uhr

Strecken-Sperrung bringt Bahn nicht aus dem Takt

Die ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen wird in den nächsten sechs Monaten grundlegend saniert.

Die am Dienstag begonnene Sanierung der 89 Kilometer langen ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen hat nach Auskunft der Deutschen Bahn zu keinen Problemen im Reiseverkehr geführt. Die Fernverkehrszüge werden auf die Regionalbahnstrecke umgeleitet. Die Reisenden müssen sich deshalb in den nächsten sechs Monaten allerdings auf längere Fahrtzeiten einstellen.

Reisezeit verlängert sich um bis zu 45 Minuten

Für Reisende zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt verlängert sich dadurch die Fahrtzeit um 30 bis 45 Minuten. Die Deutsche Bahn hat die verlängerten Fahrtzeiten bereits in die Fahrpläne eingearbeitet. Bis zum 14. Dezember sollen auf der Strecke Gleise, Weichen, Schwellen, Schotter, Oberleitungen und technische Anlagen erneuert werden. Zudem werden neun Tunnel und acht Talbrücken saniert. Wegen der Umleitung der Fernverkehrszüge kommt es auch im Regionalverkehr zu längeren Fahrtzeiten und Zugausfällen.

Auswirkungen auf den Regional- und S-Bahnverkehr

  • Hannover-Northeim-Göttingen (RE 2, Metronom): neue Abfahrts- und Ankunftszeiten
  • Göttingen-Nordhausen (RB 80): neue Abfahrtszeiten, geänderte Anschlussverbindungen
  • Göttingen-Bad Harzburg (RB 82): neue Abfahrtszeiten, geänderte Anschlussverbindungen
  • Einbeck Mitte-Northeim-Göttingen (RB 86): neue Abfahrtszeiten, geänderte Anschlussverbindungen
  • Hannover-Sarstedt-Hildesheim (S 4): leicht geänderte Taktzeiten zwischen Hannover-Messe/Laatzen und Hildesheim
  • Barsinghausen-Hannover (S 21): Züge fallen aus
  • Hameln-Hannover-Bismarckstraße (S 51): Züge fallen aus

2021 wird der Abschnitt Göttingen-Kassel saniert

Die Bauarbeiten auf dem 89 Kilometer langen Abschnitt zwischen Hannover und Göttingen machen den Auftakt für die Generalüberholung der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg. Zwischen dem 23. April 2021 und dem 15. Juli 2021 geht die Sanierung auf dem Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel weiter. 2022 folgt der Abschnitt Fulda-Würzburg und zuletzt im Jahr 2023 der Abschnitt Kassel-Fulda. Laut Bahn sind jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste auf der 327 Kilometer langen Strecke unterwegs. Es ist die erste einer Reihe von ICE-Trassen im ganzen Bundesgebiet, die generalüberholt wird. Für die Sanierung des ersten Abschnitts veranschlagt die Bahn Kosten in Höhe von rund 175 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 11.06.2019 | 13:30 Uhr

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