Stand: 16.03.2020 09:23 Uhr

Salzgitter AG macht erhebliche Verluste

Ein Mitarbeiter in einem Hochofen der Salzgitter AG © dpa Foto: Rainer Jensen
Die sinkende Nachfrage nach Stahl wirkte sich negativ auf das Ergebnis der Salzgitter AG aus. (Archivbild)

Die Salzgitter AG hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen. Wie der Stahlkonzern am Montag mitteilte, liegt der Fehlbetrag vor Steuern bei 253 Millionen Euro. Grund dafür seien stark gestiegene Kosten für Eisenerz, eine rückläufige Nachfrage sowie einmalige Abschreibungen. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von knapp 278 Millionen Euro zu Buche gestanden. Bereinigt um Sondereffekte betrug das Ergebnis vor Steuern immerhin noch 143 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Konzernprognose. Wegen der schwachen Stahlnachfrage sank der Umsatz von 9,28 auf 8,55 Milliarden Euro.

Deutlich weniger Dividende

"Das unter dem Strich ausgewiesene Ergebnis des Geschäftsjahres 2019 war gewiss nicht erfreulich", sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann. "Bereinigt um die negativen Einmaleffekte haben wir ein noch vorzeigbares operatives Resultat erwirtschaftet." Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,20 Euro erhalten, das ist deutlich weniger als die 0,55 Euro je Aktie im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Salzgitter AG einen Umsatz von neun Milliarden Euro und ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern. Allerdings sei mit dem Coronavirus ein nicht kalkulierbarer Unsicherheitsfaktor dazugekommen, hieß es.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 16.03.2020 | 08:30 Uhr

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