Stand: 08.07.2020 21:08 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Salzgitter AG: Keine Dividende für Aktionäre

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Die Nachfrage nach Stahl ist in der Corona-Krise eingebrochen. (Archivbild)

Wegen der Corona-Krise stehen immer noch in vielen Fabriken die Bänder still - das trifft auch den Stahlkonzern Salzgitter AG. Am Mittwoch kamen Konzernspitze und Aktionäre zur Online-Hauptversammlung zusammen. Zum ersten Mal seit 22 Jahren wird für das Jahr 2019 keine Dividende ausgeschüttet. Die Nachfrage nach Stahl ist eingebrochen, der Konzern hat weitgehend Kurzarbeit angemeldet und Investitionen zurückgefahren. Außerdem haben den Angaben zufolge Hunderte Führungskräfte im In- und Ausland einem freiwilligen Gehaltsverzicht zugestimmt.

Keine Ausschüttung: Auch Niedersachsen betroffen

Gerade als sich der Stahlmarkt in Europa zu stabilisieren schien, kam die Pandemie - und der Aufwärtstrend wurde jäh gestoppt. Unter dem Strich fiel im ersten Quartal 2020 ein Verlust von 43,7 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von fast 97 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Dass kein Geld ausgeschüttet wird, trifft auch das Land Niedersachsen als größten Aktionär des Konzerns. Analysten der Nord/LB gehen davon aus, dass möglicherweise erst 2021 wieder eine Dividende gezahlt wird.

Dreistelliger Millionen-Verlust erwartet

Die Corona-Krise wird sich nach Einschätzung der Konzernführung erst in den kommenden Quartalen richtig niederschlagen. Zuletzt rechnete die Salzgitter AG für 2020 mit einem wahrscheinlich dreistelligen Millionen-Euro-Verlust und einem spürbar reduzierten Umsatz. Eine genauere Prognose ist aus Sicht des Konzerns noch nicht möglich. Wegen der Vielzahl der denkbaren Szenarien sei jeder Versuch Spekulation, sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann bei der Online-Hauptversammlung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.07.2020 | 08:00 Uhr

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