Stand: 25.09.2018 12:37 Uhr

Neue Kontaktstelle soll bei Extrem-Wetter helfen

Die Trockenheit in diesem Sommer hat in vielen Regionen zu erheblichen Ernteeinbußen geführt.

Die monatelange Trockenheit in diesem Sommer hat den Landwirten schwer zu schaffen gemacht. Von April bis August fielen in vielen Regionen nur rund 60 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, die Folge war eine Dürre mit erheblichen Ernteeinbußen. Doch wie hoch waren die Schäden genau? Wie extrem war das Ereignis? Wie können Bund und Länder die Landwirte unterstützen? Um solche Fragen besser beantworten zu können, haben der Deutsche Wetterdienst, das Julius Kühn-Institut und das Thünen-Institut in Braunschweig die gemeinschaftliche interdisziplinäre Kontaktstelle Agrarmeteorologie (inKA) gegründet.

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Bündelung von Kompetenzen

Vor allem Bundes- und Landesbehörden, Ministerien und Verbände können sich an die Forscher des interdisziplinären Teams wenden. "Schon seit Jahren besteht eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den drei Einrichtungen. Durch die interdisziplinäre Kontaktstelle werden unsere Kompetenzen noch besser gebündelt", sagte Folkhard Isermeyer, der Präsident des Thünen-Instituts - dem Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei. Die Vernetzung helfe, um Anfragen schneller und fundierter zu beantworten.

Zentraler Ansprechpartner für Behörden

Wie sich Wetter, Witterung und Klima auf die Land- und Forstwirtschaft auswirken, lasse sich nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit erforschen, betonten die Verantwortlichen. Außerdem sei es bei fachübergreifenden Fragestellungen oft schwierig, in den verschiedenen Behörden die passenden Ansprechpartner ausfindig zu machen. Diese zu vermitteln sei ebenfalls eine wichtige Aufgabe der Kontaktstelle. "Durch die Einrichtung von inKA haben Bundes- und Landesbehörden nun einen zentralen Ansprechpartner, der sich um eine schnelle Beantwortung solcher interdisziplinärer Fragen kümmert", sagte Georg Backhaus, der Präsident des Julius Kühn-Instituts, das als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen fungiert. Zudem sollen Synergieeffekte genutzt und Doppelarbeit durch Mehrfachbeantwortung vermieden werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 25.09.2018 | 14:30 Uhr

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