Stand: 07.10.2021 20:13 Uhr

Mord vor zehn Jahren: Anklage fordert lebenslange Haft

Der Eingang des Landgerichts Braunschweig mit Schildern mit den Aufschriften "Landgericht", "Oberlandesgericht" und "Generalstaatsanwaltschaft". © Picture Alliance Foto: Christophe Gateau
Der Prozess findet am Landgericht Braunschweig statt. (Archivbild)

Fast zehn Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines 42-Jährigen in Helmstedt hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Sie wirft dem 48-Jährigen einen heimtückischen Mord aus Habgier vor, wie ein Sprecher des Landgerichts Braunschweig am Donnerstag sagte. Die Verteidigung beantragte dem Sprecher zufolge einen Freispruch - im Zweifel für den Angeklagten. Der Mann soll im Dezember 2011 in Helmstedt einen Bekannten ermordet haben. Der Prozess wurde nach so langer Zeit möglich, weil der Beschuldigte im vergangenen Jahr bei Aussagen als Zeuge plötzlich Täterwissen preisgab. Nach Angaben des Gerichtssprechers gab er dabei zu, in der Wohnung des Opfers gewesen zu sein. Der heute 48-Jährige war schon kurz nach der Tat als Verdächtiger in den Fokus der Ermittler geraten, genug Beweise hatte es aber nicht ergeben, so dass das Verfahren eingestellt worden war. Zum Prozessauftakt stritt der Angeklagte die Tat ab. Das Urteil wird am Dienstag erwartet.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 07.10.2021 | 08:30 Uhr

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