Stand: 17.07.2017 15:31 Uhr

LAB: Polizei verhindert knapp Selbstjustiz

Nur knapp konnte die Polizei am Freitagabend einen Bewohner der Landesaufnahmebehörde für Asylsuchende (LAB) in Braunschweig vor einer wütenden Menschenmenge retten. 80 bis 100 Bewohner der Unterkunft sollen nach Angaben der Polizei versucht haben, den 26-Jährigen in Selbstjustiz zur Rechenschaft zu ziehen. Der Vorwurf: Er habe ein 12 Jahre altes Mädchen bedrängt. Nur mithilfe von Pfefferspray sei es den etwa 25 Polizisten gelungen, die aufgebrachte Menge von ihrem Vorhaben abzubringen. Dabei sei ein Beamter leicht verletzt worden.

Bewohner soll 12-Jährige belästigt haben

Dem Mann wird vorgeworfen, das Mädchen am Vorabend in einem Aufenthaltsraum angefasst und zu einem Kuss aufgefordert zu haben. Als sie sich wehrte, habe der Mann von ihr abgelassen, so die Polizei. Daraufhin sei die 12-Jährige geflüchtet. Am Freitag soll das junge Mädchen den mutmaßlichen Täter wiedererkannt und daraufhin ihre Angehörigen und Landsleute mobilisiert haben. Bis zum Eintreffen der Polizei schirmte der Sicherheitsdienst den Mann ab.

Polizei ermittelt

Der 26-Jährige wurde in eine andere Unterkunft gebracht. Gegen ihn ermittelt nun die Polizei. Derzeit sind in der Landesaufnahmebehörde nach Angaben der Polizei rund 500 Flüchtlinge untergebracht. Bis zu 750 Menschen könnten dort aufgenommen werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 17.07.2017 | 17:00 Uhr

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