Stand: 01.04.2019 10:46 Uhr

Jäger wollen 2.800 Hirsche im Harz schießen

Seit den 90er-Jahren hat sich der Rotwildbestand im Westharz fast verdoppelt.

Der Bestand von Rotwild soll im niedersächsischen Teil des Harzes deutlich reduziert werden. Allein in diesem Jahr plant der Rotwild Ring Harz, der für die Rotwildbestände in den Landkreisen Goslar und Göttingen zuständig ist, etwa 2.800 Hirsche zu schießen. Nach Angaben des Vorsitzenden Max Schröder soll die derzeitige Population von 6.500 Tieren mittelfristig auf etwa 3.500 Tiere verringert werden. Dann wäre der Stand der 90er-Jahre wieder erreicht, der sich aufgrund von milden Wintern und einem guten Nahrungsangebot fast verdoppelt hat.

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Die große Rotwild-Population führt nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten zu erheblichen Schäden in den Wäldern. Weil die Tiere gerne junge Baumrinde fressen, können Pilze und andere Fäulniserreger in die Stämme gelangen und die Bäume dadurch schädigen. Sein Ziel von 2.800 Abschüssen in der jetzt abgelaufenen Jagdsaison 2018/19 hat der Rotwild Ring Harz nicht erreicht, wie Schröder sagte. Es seien etwa 400 Tiere weniger erlegt worden. Grund dafür seien Sturmschäden an Jagdeinrichtungen wie Hochsitzen gewesen. Die Jagd sei durch die Aufräumarbeiten etwas zu kurz gekommen, so Schröder.

Größte Rotwildvorkommen im Harz und in der Heide

Der Rotwild Ring Harz betreut die Bestände auf einer 100.000 Hektar großen Fläche im Westharz. Er ist eine der größten und ältesten Rotwild-Hegegemeinschaften in Deutschland. Neben dem Harz gibt es in der Lüneburger Heide die größten Rotwildvorkommen in Niedersachsen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.04.2019 | 10:00 Uhr

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