Stand: 28.11.2022 11:25 Uhr

Handydaten gelöscht? Urteil gegen Ex-JVA-Beschäftigte verschoben

Das Landgericht in Göttingen. © NDR
Das Amtsgericht Göttingen hatte in dem Fall acht Zeugen gehört und wollte am Montag das Urteil fällen. (Archivbild)

Das Urteil im Prozess gegen zwei ehemalige Mitarbeiterinnen einer Justizvollzugsanstalt (JVA) am Amtsgericht Göttingen ist auf Mitte Dezember verschoben worden. Ein Zeuge, der trotz einer Einreisesperre nach Deutschland zu dem Prozess geladen worden war, ist bei der Einreise in Bayern festgenommen worden. Das Amtsgericht Göttingen hatte einen Fahndungsvermerk verschickt, um die Einreisesperre für den Gerichtsprozess aufzuheben. Warum die bayerischen Behörden den Mann dennoch festnahmen, ist bisher unklar. Der Festgenommene ist ein ehemaliger Häftling der JVA Rosdorf, der dort wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens eingesessen hatte. Seine Ehefrau ist Hauptangeklagte in dem Prozess. Sie hatte als JVA-Angestellte mit dem Häftling vor zwei Jahren eine verbotene Liebesbeziehung und heiratete ihn später. Ihr wird vorgeworfen, damals gemeinsam mit einer Kollegin die Daten vom Handy des Häftlings gelöscht zu haben. Laut Anklage war das Handy im Gefängnis sichergestellt und weggeschlossen worden, nachdem darauf Bildmaterial mit sexueller Gewalt gegen Kinder gefunden worden war.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 28.11.2022 | 15:00 Uhr

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