Stand: 09.09.2022 13:28 Uhr

Bio-Bauer verklagt VW: Prozess vertagt

Das VW-Logo auf dem Markenhochhaus von Volkswagen auf dem Gelände vom VW-Werk Wolfsburg © picture alliance/dpa Foto:  Julian Stratenschulte
Ein Landwirt aus Nordrhein-Westfalen klagt gegen Volkswagen. (Archivbild)

In der Klima-Klage eines Bio-Landwirts gegen den Autokonzern Volkswagen wird das Landgericht Detmold erst nächstes Jahr eine Entscheidung fällen. Ein Urteil sei am Freitag vertagt worden, teilte der Vorsitzende Richter mit. Der Bauer argumentiert, dass abnehmende Bodenfeuchtigkeit, Dürren und Starkregen seinem Betrieb mit Ackerbau, Mutterkuhhaltung und Forstflächen bereits deutliche Schäden zugefügt hätten. Der 62-Jährige aus Detmold in Nordrhein-Westfalen hat VW mit Unterstützung der Umweltorganisation Greenpeace auf zivilrechtlicher Grundlage verklagt. Er macht seine persönlichen Eigentumsrechte geltend und fordert von der VW AG den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren bis 2030. Der Landwirt ist bisher weltweit der erste und einzige, der aus direkter Betroffenheit heraus gegen einen Autokonzern klagt. Die Detmolder Richter hätten am Freitag keine Zweifel daran geäußert, dass VW "mit seinem klimaschädlichen Geschäftsgebaren für den verheerenden Zustand der Wälder und Böden des Klägers mitverantwortlich sein kann", sagte die Anwältin des Landwirts laut Greenpeace.

Jederzeit zum Nachhören
Der Braunschweiger Dom von oben. © NDR Foto: Julius Matuschik
8 Min

Nachrichten aus dem Studio Braunschweig

Was in Ihrer Region wichtig ist, hören Sie in dem Mitschnitt der 15:00 Uhr Regional-Nachrichten auf NDR 1 Niedersachsen. 8 Min

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 09.09.2022 | 13:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Klimaschutz

VW

Landwirtschaft

Mehr Nachrichten aus der Region

Braunschweigs Robin Krauße (l.) und Berlins Palko Dardei kämpfen um den Ball. © IMAGO / RHR-Foto

Eintracht Braunschweig punktet gegen Hertha BSC

Die "Löwen" kamen trotz Führung am Sonnabend gegen die Hauptstädter nur zu einem 1:1 - und spielten am Ende in Unterzahl. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen