Stand: 05.12.2018 15:21 Uhr

Asse: Rückholung "von zentraler Bedeutung"

"Die sichere Stilllegung stellt eine der größten Herausforderungen dar", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) beim Besuch im maroden Atommüll-Lager Asse.

Bei seinem Besuch im maroden Atommüll-Lager Asse bei Remlingen (Landkreis Wolfenbüttel) hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) alle Beteiligten zur Zusammenarbeit aufgefordert. Die Rückholung des Mülls aus dem Atommülllager Asse bezeichnete er als "ein Milliardenprojekt von zentraler Bedeutung" für das Land. Sie könne nur gelingen, wenn alle an einem Strang zögen, sagte Lies. Der Minister traf sich bei seinem Besuch auch mit Bürgern und Vertretern der Kommunen.

Rückholung frühestens 2033

In dem maroden Bergwerk lagern in Tiefen zwischen 511 und 750 Metern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Weil täglich mehrere Tausend Liter Wasser in das Lager eindringen, sollen sie herausgeholt werden. Eine Bürgerinitiative dringt auf Eile, weil immer größere Mengen Wasser in die Asse einlaufen. Der technische Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung, Thomas Lautsch, sagte, dass bis zu 100 Millionen Euro jährlich in die Rückholung investiert würden. Im Jahr 2033 könne damit begonnen werden - frühestens.

Weitere Informationen

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Mit einem Kran soll der Atommüll aus der Asse bei Wolfenbüttel geholt werden. 2033 - oder früher? Das sagte die zuständige Bundesgesellschaft am Dienstag nicht. Anwohner sind wütend. (28.03.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 05.12.2018 | 10:30 Uhr

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