Das Logo des Tui-Konzerns hängt vor einem Reisebüro. © dpa Foto: Soeren Stache

Konzerne TUI und Talanx legen Quartalszahlen vor

Stand: 10.08.2022 11:44 Uhr

Die hannoverschen Konzerne TUI und Talanx sehen sich angesichts ihrer Quartalszahlen auf einem guten Weg. Besondere Herausforderungen seien derzeit der Personalmangel im Luftverkehr und der Ukraine-Krieg.

Der TUI-Konzern hat im vergangenen Quartal deutlich vom gestiegenen Luftverkehr profitiert - die Zahlen haben jedoch noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni lag die Gästezahl verglichen mit 2019 bei 84 Prozent, wie der Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Demnach reisten in dem Zeitraum 5,1 Millionen Gäste mit der TUI. Zudem wurde 90 Prozent des Buchungsniveaus vom Sommer 2019 erreicht. Den Umsatz konnte das Unternehmen auf 4,43 Milliarden Euro fast versiebenfachen - angetrieben durch die Airline-Sparte. Der bereinigte Gewinn vor Steuern lag jedoch bei minus 27 Millionen Euro. Hier machte TUI vor allem Zusatzkosten in Millionenhöhe, die durch "Unregelmäßigkeiten insbesondere im britischen Flugverkehr verursacht" worden seien, für die Zahlen verantwortlich.

Joussen: "Die Krise ist damit abgehakt"

Der designierte TUI-Chef Sebastian Ebel sprach von einer "guten Entwicklung im dritten Quartal" trotz der derzeitigen Herausforderungen für den europäischen Luftverkehr. Das Sommerquartal werde dank der höheren Reisepreise das umsatzstärkste der Firmengeschichte. "Die Krise ist damit abgehakt", sagte der scheidende Konzernchef Fritz Joussen.

Talanx sieht sich nach zweitem Quartal auf Kurs

Der Versicherungskonzern Talanx hat im zweiten Quartal seinen Gewinn gesteigert - trotz weiterer Rückstellungen wegen des Ukraine-Kriegs. Mit 304 Millionen Euro lag der Überschuss nach Angaben des Konzerns 13 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. Aus Sicht von Vorstandschef Torsten Leue ist der Versicherer mit seiner Hauptmarke HDI auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant 1,05 bis 1,15 Milliarden Euro Gewinn zu erzielen. Unterdessen will der Konzern seine Prämieneinnahmen in diesem Jahr stärker steigern als bisher geplant. Statt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sollen sie nun um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 10.08.2022 | 13:30 Uhr

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