Fahrradhelm hängt an einem Fahrradlenker. © fotolia Foto: carballo

Gewinner des Stadtradelns übertrumpft Tour-de-France-Fahrer

Stand: 09.09.2022 16:12 Uhr

In Osnabrück sind die Gewinner des Stadtradelns ausgezeichnet worden. Triathlet Carsten Meyer stellte einen neuen Rekord auf und sorgte mit seiner zurückgelegten Kilometerzahl für Erstaunen.

In drei Wochen legte er insgesamt 4.364 Kilometer zurück und hatte damit einen satten Vorsprung vor der Konkurrenz. Der Zweitplatzierte Karsten Morisse kam auf 2.571 Kilometer, der Drittplatzierte Christian Düvel hatte nur einen Kilometer weniger auf dem Tacho. Gewinner Carsten Meyer hatte sich zum Ziel gesetzt, mehr Kilometer als die Fahrer der aktuellen Tour de France zurückzulegen. Die Strecke, die die Fahrer des berühmten Radrennens in drei Wochen schaffen mussten, war 3.350 Kilometer lang. Der Triathlet schaffte in der gleichen Zeit über 1.000 Kilometer mehr.

VIDEO: Vorfahrt fürs Fahrrad? (22.08.2022) (44 Min)

"Radfahren, arbeiten, essen und etwas schlafen"

Ulla Bauer, Osnabrücks Radverkehrsbeauftragte, fragte ungläubig nach, ob die zurückgelegte Kilometerzahl denn wirklich stimme, weil sie ihr unwahrscheinlich hoch vorkam. Doch die elektronische Erfassung jedes einzelnen gefahrenen Kilometers von Meyer ließ keinen Zweifel am Ergebnis. Dazu kam, dass sich der Elektriker in der Zeit des Wettbewerbs keinen Urlaub genommen hatte. Sein Alltag bestand aus "Radfahren, arbeiten, essen und etwas schlafen", erzählte Meyer. Zudem habe das Stadtradeln genau eine Woche nach seiner Hochzeit begonnen - seine Frau habe ihn enorm unterstützt. Vom 13. Juni bis 3. Juli sind 2.211 Radlerinnen und Radler in 153 Teams insgesamt 487.500 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 09.09.2022 | 15:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Fahrrad

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Eine junge Frau mit Kippa © picture alliance / dpa Foto: Britta Pedersen

Zahl antisemitischer Vorfälle in Niedersachsen deutlich gestiegen

331 Fälle registrierte die Informationsstelle RIAS für 2023. Insbesondere ab Oktober stiegen die Zahlen sprunghaft an. mehr