Stand: 31.01.2025 19:00 Uhr

Streit um Opfer-Beratung in Greifswald: Ministerium weist Vorwürfe zurück

Ein Schild mit der Aufsachrift Caritas hängt an einem Haus. © picture alliance / Eibner-Pressefoto | Hahne /Eibner-Pressefoto Foto: Eibner-Pressefoto | Hahne
Die Caritas berät seit 2004 Opfer sexueller Gewalt in Greifswald. Allein im Jahr 2024 haben 125 Menschen das Hilfsangebot angenommen. (Themenbild)

Im Streit um das Beratungsangebot für Opfer sexueller Gewalt in Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat das Land nun Stellung bezogen. Das Justizministerium weist die Vorwürfe der Caritas zurück. Am Mittwoch hatte diese beklagt, eine unzureichende Finanzierung durch das Land führe dazu, dass in Greifswald das Angebot für Betroffene abgebaut werden muss. Ein Sprecher des Ministeriums teilte mit, die Caritas selbst habe weniger Fördergeld beantragt. Das Ministerium sei im Dezember darüber informiert worden und habe der Caritas "umgehend" Gespräche angeboten. "Das Angebot wurde bis heute leider nicht angenommen", heißt es weiter. Seit 2004 berät die Caritas in Greifswald Opfer von sexueller Gewalt. Allein im vergangenen Jahr waren es nach eignen Angaben 125 Menschen. Der Caritasverband sagt, die Beratungsstellen seien seit Jahren chronisch unterfinanziert. Die Caritas müsse mittlerweile knapp die Hälfte der Kosten für das Beratungsangebot selbst tragen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Regionalnachrichten aus Greifswald | 31.01.2025 | 16:30 Uhr

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