Binz: Luisa Neubauer (M) und weitere Klimaaktivisten von Fridays for Future zeigen am Strand von Binz auf der Insel Rügen Banner und Plakate gegen die geplante LNG-Anlage vor dem Ostseebad. © Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Binz: Luisa Neubauer (M) und weitere Klimaaktivisten von Fridays for Future zeigen am Strand von Binz auf der Insel Rügen Banner und Plakate gegen die geplante LNG-Anlage vor dem Ostseebad. © Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Binz: Luisa Neubauer (M) und weitere Klimaaktivisten von Fridays for Future zeigen am Strand von Binz auf der Insel Rügen Banner und Plakate gegen die geplante LNG-Anlage vor dem Ostseebad. © Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Frank Hormann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Klimaaktivisten um Luisa Neubauer: Protest auf Rügen gegen LNG

Stand: 30.04.2023 17:05 Uhr

Knapp 100 Demonstranten haben in Binz auf Rügen gegen ein dort geplantes Terminal für Flüssigerdgas (LNG) protestiert. Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützte den Protest.

"Man redet hier vor Ort von Flüssiggas. Wir nennen es aber Überflüssiggas, denn genau das ist es", sagte Neubauer am in Binz am Sonntagnachmittag. "Die hier geplante Infrastruktur brauche es nicht für die deutsche oder europäische Energieversorgung", gab sich die Klimaaktivistin überzeugt. Sie war nach eigener Aussage auf Einladung von Rüganern gekommen. Zusammen mit Demonstranten unter anderem der Klimabewegung Fridays for Future sowie Einheimischen und Gemeindevertretern protestierte sie mit Bannern und Schildern gegen die Terminal-Pläne.

Neubauer reklamiert RWE-Rückzug als Protest-Erfolg

Neubauer verbuchte auch den angekündigten Rückzug des Energieunternehmens RWE aus dem Rügener LNG-Projekt als Erfolg der Proteste. "Dieser Protest wirkt", sagte sie. RWE war von der Bundesregierung mit der Umsetzung beauftragt worden. Bereits vor einigen Wochen hatte RWE mitgeteilt, dass man überlege, das Projekt im Lauf des Jahres an andere Unternehmen zu übergeben. Es gehöre nicht zum Kerngeschäft. Eine mögliche Übergabe erfolge selbstverständlich in Abstimmung mit der Bundesregierung.

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Bundesregierung verteidigt LNG-Pläne

Die Pläne für ein LNG-Terminal auf der Urlaubsinsel sorgen für heftigen Widerstand auf Rügen. Kritiker fürchten um die Umwelt und den für Rügen besonders wichtigen Tourismus. Zuletzt hatte die Bundesregierung den Bedarf für das Terminal bekräftigt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte kürzlich vom Bedarf an einem "Sicherheitspuffer" gesprochen. Deutschland treibt den Ausbau von Infrastruktur zum Import von verflüssigtem Gas per Schiff seit vergangenem Jahr energisch voran, und will damit ausbleibende russische Energielieferungen aus Pipelines ausgleichen. Die ersten Terminals sind bereits in Betrieb. Kritiker warnen hingegen vor der Schaffung nicht benötigter Überkapazitäten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 30.04.2023 | 18:00 Uhr

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