Archivbild: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig steht an einem Pult mit Mikrofonen, rechts neben ihr die Flagge des Landes. © NDR Foto: NDR

Corona: Kein längerer Teil-Lockdown in MV?

Stand: 03.12.2020 17:28 Uhr

Die Corona-Infektionszahlen sind weiter hoch. Der Teil-Lockdown soll daher erneut verlängert werden. Ob dies auch für Mecklenburg-Vorpommern gelten wird, steht noch nicht fest.

Die aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland sollen bis in den Januar hinein verlängert werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Mecklenburg-Vorpommern geht den Schritt aber möglicherweise nicht mit. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte am Mittwochabend in Schwerin nach den Bund-Länder-Beratungen: "Man kann jetzt schon sehen, dass die Maßnahmen die zweite Welle dämpfen, aber es nicht ausreicht, um in den Zahlen richtig runterzukommen. Deshalb gehen wir davon aus, dass viele Maßnahmen bis zum zehnten Januar verlängert werden. Wir werden es in Mecklenburg-Vorpommern entsprechend unserer Zahlen entscheiden."

Abweichung von Verlängerung bei Inzidenz unter 50

Die Entscheidung werde anlässlich des MV-Gipfels am 15. Dezember getroffen, so Schwesig weiter. Mecklenburg-Vorpommern gehöre mit Schleswig-Holstein zu den beiden Ländern, die dank der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von der bundesweiten Regelung abweichen können.

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Noch kein deutlicher Rückgang in MV

Am Donnerstag meldeten die Behörden für Mecklenburg-Vorpommern einen Inzidenzwert von 47,1. Der rote Bereich und damit die Ausweisung des Landes als Risikogebiet beginnt bei 50,1. In den vergangenen Tagen gab es im Nordosten aber keinen wesentlichen Rückgang der Zahlen. Die Schutzmaßnahmen seien weiter notwendig, sagte Schwesig. Die zweite Welle drücke auch nach Mecklenburg-Vorpommern hinein. Der sogenannte Teil-Lockdown in Deutschland mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen soll bis zum 10. Januar verlängert werden.

Schwesig setzt auf höhere Hilfen vom Bund

Schwesig sprach die Erwartung an den Bund aus, dass im Bereich der Unterstützung für die Wirtschaft die Abschlagszahlungen für die November- und Dezemberhilfe höher ausfallen als maximal 10.000 Euro. Forderungen von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus nach mehr Corona-Hilfen der Länder wies die Ministerpräsidentin zurück. Das sei inakzeptabel: Alle wüssten, dass der Bund viel Geld für Wirtschaftshilfen in die Hand nehme - das würden aber auch die Länder machen.

"Lichtblick Impfstoff": Gemeinsam durchhalten

Die kommenden Impfstoffe sind für Schwesig "ein echter Lichtblick". Es sei damit zu rechnen, dass das Mittel von Biontech spätestens zum Jahreswechsel zugelassen werden kann. Der Impfstoff sei der Weg raus aus der Pandemie, betonte die Ministerpräsidentin. Nach einer ausreichenden Immunisierung der Bevölkerung könnten die Schutzmaßnahmen gelockert werden. "Bis dahin müssen wir gemeinsam durchhalten. Das ist mit Sicherheit der Dezember, auch der Januar und Februar, wo das Coronavirus uns schwer zu schaffen macht."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.12.2020 | 12:00 Uhr

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