Stand: 23.01.2022 22:30 Uhr

Coronavirus-Blog: Erstmals wieder Anstieg bei Intensivbetten-Belegung

Im Blog hat NDR.de Sie auch am Sonntag, 23. Januar 2022, aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Montag geht es früh in einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Erstmals seit Dezember Anstieg der Intensivbetten-Belegung
  • Hamburg hat bundesweit höchste Inzidenz der Neuinfektionen
  • Kanzler Scholz vor Corona-Gipfel: "Brauchen keine Kurskorrektur"
  • Zeeb: Scheitelpunkt der Omikron-Welle wird Mitte/Ende Februar erreicht
  • Niedersachsens Umweltminister Lies in Quarantäne
  • Geplanter Impfpflicht-Antrag von Ampel-Politikern: Ab 18 Jahre, drei Immunisierungen
  • Umfrage: Zustimmung zu allgemeiner Impfpflicht in der Bevölkerung gesunken
  • Virologin Brinkmann für Impfpflicht für Menschen ab 50
  • 19 weitere Länder sind nun Hochrisikogebiet
  • Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 8.724 in Niedersachsen, 2.232 in Schleswig-Holstein, 2.520 in Hamburg, 542 in Mecklenburg-Vorpommern und 480 im Land Bremen - bundesweit 85.440 neue Fälle

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


22:30 Uhr

Das war der Sonntag im NDR.de Blog

Wir beenden unseren Blog für heute und wünschen Ihnen eine angenehme Nacht. Morgen früh geht es in einem neuen Blog weiter.


22:19 Uhr

Israel: Vierte Impfung erhöht Resistenz bei über 60-Jährigen

Eine vierte Corona-Impfung steigert israelischen Angaben zufolge die Resistenz gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei über 60-Jährigen deutlich. Wie das Gesundheitsministerium Israels mitteilt, war die Resistenz gegen einen schweren Krankheitsverlauf bei den über 60-Jährigen nach der zweiten Booster-Impfung drei Mal so hoch wie bei Personen im selben Alter, die nur dreifach immunisiert waren. Die vierte Dosis verdoppelte zudem die Resistenz gegen eine Infektion verglichen mit Gleichaltrigen mit drei Impfungen. Israel bietet über 60-Jährigen seit Anfang Januar eine vierte Impfung an.


21:37 Uhr

Die Impfpflicht: Der Weg aus der Corona-Pandemie?

Die Ärztin und Medizin-Ethikerin Claudia Wiesemann ist für die Einführung einer zeitlich befristeten Impfpflicht.

VIDEO: Die Impfpflicht: Der Weg aus der Corona-Pandemie? (4 Min)


20:16 Uhr

Lauterbach: Nach der Welle schrittweise Öffnungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat verteidigt, dass es bei der Verkürzung des Genesenenstatus von bisher sechs auf nun drei Monate keine Übergangsregelungen gibt. "Ich kann jetzt nicht sagen, es gibt einen Übergang, wenn das medizinisch nicht zu halten ist", sagte der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Corona-Genesene hätten angesichts der vorherrschenden Omikron-Variante ihren Impfschutz nach drei Monaten leider verloren und könnten sich infizieren. "Wenn man da Sicherheit will und die Fallzahlen kontrollieren will und die Vulnerablen besonders schützen will, dann muss man schnell handeln." Der SPD-Politiker warb für einen weiterhin vorsichtigen Kurs. "Dabei bleiben wir", sagte er und wies darauf hin, dass Deutschland die zweitälteste Bevölkerung Europas habe. Er erwarte den Höhepunkt der Welle mit mehreren Hunderttausend Neuinfizierten pro Tag für Mitte Februar. Aber: "Wenn wir das hinter uns haben, dann kann es bei den Einschränkungen natürlich nicht bleiben. Und dann würde man Schritt für Schritt wieder Öffnungen machen. Das jetzt schon ins Auge zu fassen, ist richtig."


19:06 Uhr

Behrens rechnet mit Inzidenzen von 2.000 und mehr

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens rechnet für Mitte Februar mit bundesweit täglich bis zu 400.000 neuen Corona-Fällen. Der Gipfel der Omikron-Welle werde voraussichtlich am 15. Februar erreicht - "dann sind wir bei Inzidenzen von 2.000 und mehr", sagte die SPD-Politikerin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) nach der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern. Behrens forderte die Bundesregierung auf, möglichst schnell im Sinne einer allgemeinen Impfpflicht zu entscheiden. Sorge bereite ihr, dass die Impflücke von knapp 800.000 Menschen über 18 in Niedersachsen nicht mehr wesentlich schrumpfe.

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Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) spricht beim Niedersächsischen Krisenstab in Hannover. © NDR

Behrens erwartet Gipfel der Omikron-Welle Mitte Februar

Niedersachsens Gesundheitsministerin rechnet laut Bericht dann mit bis zu bundesweit täglich 400.000 Neuinfektionen. mehr


18:07 Uhr

WHO: Europa könnte sich auf Endphase der Pandemie zu bewegen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle für möglich. "Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt", sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht. Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben. Die Variante ist hochansteckend, scheint aber in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf auszulösen als frühere Virusvarianten.


17:16 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern meldet 542 Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gestiegen und treibt auch die Sieben-Tage-Inzidenz in die Höhe. Die Zahl der gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche lag heute bei 788,1, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 467 gelegen, am Vortag betrug die Inzidenz 777,4. Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 542 Meldungen um 146 Fälle höher als vor sieben Tagen.


17:01 Uhr

Erstmals seit Dezember Anstieg der Intensivbetten-Belegung

Erstmals seit Mitte Dezember gibt es wieder einen Anstieg bei der Zahl auf Intensivstationen behandelter Covid-19-Patienten. Laut Tagesreport des Divi-Intensivregisters waren heute 2.426 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung erfasst (Stand: 23.1., 12.15 Uhr - und damit 28 mehr als am Vortag. Ein Anstieg war zuletzt im Tagesreport vom 13. Dezember gemeldet worden, um 21 auf 4.926 Patienten. Danach war die Zahl stetig gesunken.

Bisher schien sich die Welle der neuen Corona-Virusvariante Omikron nicht auf die Intensivstationen niederzuschlagen. Experten hatten stets davor gewarnt, dass im Zuge rasant steigender Fallzahlen auch die Zahl der Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung wieder steigen dürfte, auch wenn Omikron seltener zu schweren Verläufen führt als die zuvor dominierende Variante Delta. Die Zahl der bundesweit in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hatte bereits in den vergangenen Tagen wieder merklich zugelegt. Am Montag lag sie noch bei 3,14 - am Freitag bei 3,77. Regional gibt es große Unterschiede.


16:35 Uhr

Zeeb: Scheitelpunkt der Omikron-Welle wird Mitte/Ende Februar erreicht

Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb geht davon aus, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in Deutschland erst in drei bis fünf Wochen erreicht sein wird. "Es gibt Hinweise, dass man Mitte Februar zum Ende Februar hin mit dem Scheitelpunkt rechnen kann. Das ist aber regional unterschiedlich", sagte der Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie bei NDR Info. So falle im Norden Deutschlands, wo es schon früh eine Vielzahl an Omikron-Fällen gab, der R-Wert bereits wieder. "Das heißt, unsere Infektionsausbreitung ist schon etwas gestoppt."

Zeeb betonte, dass trotz häufig milden Verlaufs das Geschehen in den Kliniken genau beobachtet werden müsse. "Bei sehr großen Fallzahlen muss man auch schauen: Was passiert in den Tagen nach der Hospitalisierung, auch auf den Intensivstationen? Im Moment sieht es ganz gut aus, aber bei der Größe des Fallaufkommens muss man ein genaues Auge darauf haben." Der Expertenrat der Bundesregierung hatte zuvor vor einer stark ansteigenden Zahl von Krankenhauseinweisungen gewarnt.


15:38 Uhr

Niedersachsens Umweltminister Lies in Quarantäne

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gebe zwei positive PCR-Tests, der SPD-Politiker sei in Quarantäne und habe nur leichte Symptome, sagte ein Ministeriumssprecher in Hannover. Schon am vergangenen Freitag seien alle Termine abgesagt worden und der Minister habe sich isoliert. Lies sei vollständig geimpft und habe auch die Booster-Spritze erhalten. Wo er sich angesteckt habe, sei unklar. Sämtliche Kontakte von Terminen der vergangenen Woche seien zurückverfolgt worden - ohne Ergebnis.


15:06 Uhr

Scholz vor Corona-Beratungen: "Brauchen keine Kurskorrektur"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht momentan keinen Anlass für ein Umsteuern bei den Corona-Maßnahmen in Deutschland. "Es ist jedenfalls sicher nicht angebracht, mitten in der Omikron-Welle auf breiter Front die Regeln zu lockern", sagte er in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" mit Blick auf die anstehenden Corona-Beratungen mit den Ländern an diesem Montag. "Wir brauchen keine Kurskorrektur."

Auch aus einer Beschlussvorlage, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, geht hervor, dass der Kurs weitgehend beibehalten werden soll. So heißt es dort: "Der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sind zuversichtlich, dass die weitere Fortsetzung der aktuell bestehenden Maßnahmen die realistische Chance bietet, dass Deutschland gut durch die Omikron-Welle kommt."

Der "SZ" sagte Scholz, das Land sei auf dem richtigen Weg. Die seit November eingeführten strengen Regeln hätten dazu geführt, dass die Omikron-Welle Deutschland später erreicht habe als die europäischen Nachbarn. Er verwies etwa auf die vor gut zwei Wochen beim letzten Bund-Länder-Gipfel vereinbarte 2G-plus-Regel für Restaurants. Der SPD-Politiker verteidigte sein Eintreten für eine allgemeine Impfpflicht, über die im Bundestag ohne Fraktionszwang abgestimmt werden soll: "Mittlerweile bin ich überzeugt: Ohne eine Impfpflicht wird es uns nicht gelingen, die Quote auf das Niveau zu bringen, das nötig ist, damit wir die Pandemie hinter uns lassen können."


14:28 Uhr

Studie: Viele Menschen arbeiten trotz Krankheit im Homeoffice

Arbeitnehmer neigen einer Studie zufolge in der Corona-Pandemie vermehrt dazu, sich im Homeoffice trotz Krankheit an den Rechner zu setzen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Hamburger Kühne Logistics University (KLU) und der WHU - Otto Beisheim School of Management. "Wenn sich Mitarbeitende zuhause 'nur' erholen und nicht erreichbar sind, befürchten viele Schuldgefühle gegenüber dem Team. Deshalb entscheiden sich einige, zumindest etwas zu arbeiten", sagte die KLU-Professorin für Personalmanagement, Prisca Brosi. Zudem zeigten die Ergebnisse, dass die Entscheidung zu arbeiten unabhängig von der Schwere der Erkrankung sei. Dabei übersähen die Beschäftigten jedoch die Konsequenzen. "Wenn ich weiterarbeite statt mich zu erholen, kann zusätzlich ein Schuldgefühl mir selbst gegenüber entstehen", sagte die WHU-Professorin für Personalführung, Fabiola H. Gerpott. Für die Studie wurden den Angaben zufolge drei Untersuchungen im Vor-Corona-Jahr 2019 sowie im Juli und August 2020 mit insgesamt rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemacht und verglichen.


12:57 Uhr

2.520 neue Fälle in Hamburg - Inzidenz mit 1.852,6 jetzt bundesweit am höchsten

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Hamburg ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf den höchsten Stand unter den deutschen Bundesländern gestiegen. Hamburgs Gesundheitsbehörde gab für die Sieben-Tage-Inzidenz einen neuen Höchstwert an: 1.852,6 - gestern lag der Wert bei 1767,2, vor einer Woche bei 942,5. Zuletzt kamen in Hamburg laut Gesundheitsbehörde 2.520 Fälle neu hinzu. Gestern waren es 5.764, am Sonntag vor einer Woche 894. Die Behörde betont allerdings weiterhin, dass von einer höheren Fallzahl ausgegangen werden müsse, die kapazitätsbedingt wohl noch nicht komplett erfasst sei. Sieben weitere Menschen starben laut RKI in Hamburg in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

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Hamburger und Touristen gehen auf der Hochwasserschutzanlage am Baumwall spazieren. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

2.520 neue Corona-Fälle in Hamburg - Höchstwert bei Inzidenz

Laut Sozialbehörde wurden am Sonntag deutlich mehr Neuinfektionen als vor einer Woche gemeldet. Hamburg hat nun den höchsten Inzidenzwert aller Bundesländer. mehr


11:56 Uhr

Umfrage: Zustimmung zu allgemeiner Impfpflicht gesunken

Die Zustimmung in der Bevölkerung zu einer Ausweitung der Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland sinkt - es ist aber immer noch eine Mehrheit dafür. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworten 60 Prozent eine allgemeine Impfpflicht, 32 Prozent sind dagegen, 8 Prozent machten keine Angaben. Anfang Dezember waren noch 63 Prozent dafür und 30 Prozent dagegen. Je nach Alter denken die Menschen offenbar unterschiedlich über das Thema: Von den 18- bis 24-jährigen Befragten waren 48 Prozent für eine allgemeine Impfpflicht und 35 Prozent dagegen. In der Altersklasse über 55 Jahre sagten 68 Prozent, sie seien dafür - 26 Prozent waren dagegen. Der Bundestag will am kommenden Mittwoch erstmals über eine allgemeine Impfpflicht debattieren. Es liegt bereits ein Gruppenantrag des FDP-Abgeordneten Wolfgang Kubicki vor - dieser spricht sich gegen eine Impfpflicht aus. Eine Abgeordnetengruppe von SPD, Grünen und FDP hat einen Antrag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren angekündigt.


11:22 Uhr

Niedersachsen: Weniger Amtshilfe vom Land für Kommunen als vor einem Jahr

Die Gesundheitsämter in Niedersachsens Kommunen erhalten trotz hoher Corona-Fallzahlen derzeit weniger Unterstützung des Landes als im Vorjahr. Laut Daten des Innenministeriums unterstützten im Januar 2021 in der Spitze rund 650 Landesbedienstete die Kommunen. Derzeit stellt das Land dagegen nur rund 200 Aushilfskräfte. Die genaue Zahl variiert laut Ministerium von Tag zu Tag, "je nachdem, welche Anforderungen aus den Gesundheitsämtern gerade vorliegen und wie sie konkret durch das Land bedient werden können". Nach einem Beschluss der Landesregierung erfolgt die Amtshilfe mit bis zu 300 sogenannten Vollzeiteinheiten zunächst bis Ende März. Über eine Verlängerung soll abhängig von der Entwicklung der Pandemie entschieden werden. "Natürlich wird das über März hinaus fortgesetzt, wenn das notwendig ist", sagte eine Regierungssprecherin. Der Landkreistag hatte zuletzt beklagt, dass die Kommunen am Limit seien und mehr Aushilfen bräuchten. "Die Unterstützung unserer Behörden durch Kräfte des Landes bleibt bisher noch sehr schwach, sie könnte weitaus stärker sein", sagte Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer dem Politikjournal "Rundblick".

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Ein Mitarbeiter sitzt während eines Pressetermins in der Zentralen Unterstützung der Kontaktnachverfolgung vor einem Computer, auf dessen Bildschirm der Hamburger Pandemie-Manager angezeigt wird. © picture alliance / Daniel Bockwoldt Foto: Daniel Bockwoldt

Corona: Gesundheitsämter bekommen weniger Helfer als 2021

Trotz hoher Corona-Fallzahlen ist die Zahl der Aushilfen vom Land deutlich zurückgegangen. Der Landkreistag übt Kritik. mehr


10:31 Uhr

Virologin Brinkmann für Impfpflicht für Menschen ab 50

Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Menschen ab 50 Jahren ausgesprochen. "Ich bin kein Fan der Impfpflicht, aber ich bin skeptisch, ob wir mit anderen Maßnahmen die Impflücke so schließen können, dass wir in ruhige Fahrwasser kommen", sagte Brinkmann der "Rheinischen Post". "Wenn alle Menschen über 50 bis zum Herbst geimpft wären, könnten wir beruhigter in den nächsten Winter gehen." Brinkmann begründete ihren Verstoß mit der erhöhten Gefahr von schweren Krankheitsverläufen bei älteren Menschen. Mehrere Gruppen von Bundestagsabgeordneten arbeiten unterdessen an Anträgen für oder gegen eine allgemeine Impfpflicht. Unter ihnen ist eine Gruppe von Politikern aus der Ampelkoalition, zu denen der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese gehört. Er arbeitet nach eigenen Angaben an einem Vorschlag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren. Sie solle auf drei Impfungen beschränkt sein. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Janosch Dahmen, gehört zur selben Abgeordneten-Gruppe. Er sagte der "Bild am Sonntag", wer sich trotz Impfpflicht nicht impfen lasse, solle mit einem Bußgeld rechnen müssen. Gegen "besonders Uneinsichtige" sollten immer wieder Bußgelder verhängt werden, so Dahmen. Es müsse verhindert werden, "dass sich Leute einfach freikaufen".

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Die Virologin Melanie Brinkmann steht am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung HZI. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Corona: Virologin Brinkmann ist für Impfpflicht ab 50 Jahren

Die Braunschweiger Professorin begründet dies mit der deutlich erhöhten Gefahr von schweren Krankheitsverläufen. mehr


09:03 Uhr

8.724 neue Corona-Fälle in Niedersachsen registriert

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in Niedersachsen 8.724 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner erreichte mit 663,9 einen Höchstwert. Gestern betrug der Wert 621,2. Laut RKI gab es in Niedersachsen zwei weitere Todesfälle durch oder mit Corona.

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Zwei Mitarbeiterinnen verarbeiten Corona-Schnelltests in einem Testcenter © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Corona in Niedersachsen: Heute keine aktuellen Zahlen

Neuinfektionen und Todesfälle werden am Wochenende nicht vermeldet. Der Inzidenz-Wert bleibt laut Ministerium aber aktuell. mehr


08:28 Uhr

Geplanter Impfpflicht-Antrag von Ampel-Politikern: Drei Immunisierungen

Wenige Tage vor der ersten Debatte im Bundestag zur geplanten Ausweitung der Corona-Impfpflicht gibt es erste Details zu einem der Anträge. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese arbeitet mit anderen Abgeordneten der Ampel-Koalition an einem Vorschlag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren. Der Innen- und Rechtspolitiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Impfpflicht solle nach drei Immunisierungen erfüllt sein. "Es kann später sein, dass es für den einen oder anderen sinnvoll ist, eine weitere Boosterimpfung durchzuführen. Das sollte dann aber freiwillig sein", sagte Wiese. Außerdem wollen die Abgeordneten um Wiese die Impfpflicht auf ein bis zwei Jahre befristen und über Bußgelder durchsetzen. Neben diesem Antrag gibt es noch weitere - darunter einen, der eine Impfpflicht ab 50 Jahren vorsieht und zwei, die eine Verpflichtung, sich immunisieren zu lassen, ablehnen.


07:55 Uhr

85.440 neue Corona-Fälle bundesweit registriert

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 85.440 Corona-Neuinfektionen für ganz Deutschland gemeldet. Am Sonntag vor einer Woche waren es 52.504 Ansteckungen. Experten rechnen aber mit etlichen Fällen, die aus Kapazitätsgründen erst später erfasst werden können. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gibt das RKI aktuell mit 806,8 an. Gestern hatte der Wert bei 772,7 gelegen, vor einer Woche bei 515,7. Deutschlandweit wurden 54 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet. Heute vor einer Woche waren es 47.


06:50 Uhr

19 weitere Länder sind nun Hochrisikogebiet

Seit heute stehen 19 weitere Länder auf der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit sind nun insgesamt 155 Länder so eingestuft. Zu den neu erklärten Hochrisikogebieten gehören Rumänien, die Republik Moldau, Kosovo, Marokko, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan, Usbekistan, die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay. Die Änderungen hatte das Robert Koch-Institut bereits am Freitag mitgeteilt.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht "vollständig geimpft" oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Kinder bis sechs Jahre müssen fünf Tage in Quarantäne. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.


06:45 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Lage in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.


06:40 Uhr

Schleswig-Holstein: Sieben-Tage-Inzidenz weiter über 900

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein liegt weiterhin deutlich über der Marke von 900. Die Zahl sank aber nach Angaben der Landesmeldestelle leicht auf 924,4 - nach 934,5 am Vortag. Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei etwa 659,6 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen liegt mit 2.232 Fällen deutlich niedriger als am Vortag. In den Krankenhäusern liegen derzeit - unverändert zum Vortag - 326 an Covid-19 erkrankte Patienten. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen liegt weiterhin bei 57. Es gab binnen eines Tages drei weitere Corona-Todesfälle.

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André Frenzel, wissenschaftlicher Leiter im Unternehmen Corat Therapeutics, blickt auf eine Mikroplatte. © picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich Foto: Hauke-Christian Dittrich

Corona in SH: Inzidenzwert weiter über 900

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Sie liegt nun bei 924,4. mehr


06:37 Uhr

Wer hat in der Omikron-Welle Lust auf Theater?

Seit zwei Wochen gilt in Hamburgern Theatern die 2G-Plus-Regelung. Das Hamburg Journal hat sich in der Stadt umgehört, wie der Karten-Verkauf läuft.

VIDEO: 2G-Plus an Theatern: Was sind die Folgen? (2 Min)


06:35 Uhr

Corona und der Norden: Nachrichten per Newsletter-Mail

Die Corona-Krise hat das Leben in Norddeutschland einschneidend verändert. Mit dem NDR Newsletter bleiben Sie auch in diesen unruhigen Zeiten auf dem Laufenden. Wir bündeln die wichtigsten Ereignisse des Tages, erklären neue Erkenntnisse der Wissenschaft und erzählen Geschichten von Alltagshelden. Darüber hinaus greifen wir wichtige Themen aus dem Norden abseits der Pandemie auf. Der kostenlose NDR Newsletter wird jeden Nachmittag von montags bis freitags verschickt.

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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06:30 Uhr

NDR.de wünscht einen schönen Sonntag

Guten Morgen aus der Redaktion von NDR.de! Mit unserem Live-Ticker wollen wir Sie auch heute - am Sonntag, 23. Januar 2022 - über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge halten. Hier finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Nachrichten und Ereignisse von gestern können Sie im Blog vom Sonnabend nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
In Hamburg weist ein Schild auf Antigen-Schnelltests hin, daneben warten Menschen. © dpa Foto: Christian Charisius

Die drei häufigsten Irrtümer über Omikron - und was Fakt ist

Mit der Omikron-Variante lohnt sich ein Booster nicht mehr? Das ist eins von mehreren Missverständnissen. NDR Info klärt über die wichtigsten Fakten auf. mehr

Eine benutzte OP-Maske liegt vor dem Kieler Landeshaus im Sonnenschein. © picture alliance / SULUPRESS.DE Foto: Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE

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