Stand: 25.03.2022 23:31 Uhr

Coronavirus-Blog: Zwei Wochen Notbetrieb im Rostocker ÖPNV

In diesem Blog hat NDR.de Sie auch am Freitag, 25. März 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Die Ereignisse des Tages können Sie hier nachlesen. Am Sonnabendmorgen starten wir einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rostocker ÖPNV wegen Corona-Ausfällen ab Montag für zwei Wochen im Notbetrieb
  • Drosten: "Das Virus ist nicht absolut harmlos geworden"
  • Omikron-Welle sorgt für Höchstwert bei Arbeitsunfähigkeitsfällen 
  • Hamburger Frühlingsdom startet ohne Zugangsbeschränkungen
  • Verlängerte Maskenpflicht an Hamburgs Schulen wahrscheinlich
  • Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 34.506 in Niedersachsen, 8.581 in Schleswig-Holstein, 5.177 in Hamburg, 5.662 in Mecklenburg-Vorpommern, 2.289 im Land Bremen
  • RKI: Bundesweit 296.498 neue Fälle registriert - Inzidenz bei 1.756,4

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:31 Uhr

Corona-Blog macht Pause - Gute Nacht!

Der Corona-Blog von NDR.de macht jetzt eine kleine Pause. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht! Am Sonnabendmorgen starten wir einen neuen Blog zu den Auswirkungen der Pandemie in Norddeutschland.


21:13 Uhr

Drosten: "Das Virus ist nicht absolut harmlos geworden"

Der Virologe Christian Drosten hat angesichts der weitreichenden Corona-Lockerungen vor zu großer Sorglosigkeit gewarnt. Zwar habe sich die Situation durch die Omikron-Variante und den ansteigenden Impfschutz entschärft. Man dürfe die Situation aber nicht einfach laufen lassen, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Interview mit den ARD-Tagesthemen. "Man muss dieses Geschehen genau beobachten. Das Virus ist nicht absolut harmlos geworden", sagte Drosten. Gegebenenfalls müsse nachgesteuert werden. Drosten hält einen schnellen Rückgang der derzeit hohen Fallzahlen für unwahrscheinlich. Erst die Osterferien könnten für eine Beruhigung im Infektionsgeschehen sorgen.


20:45 Uhr

Hoher Corona-Krankenstand: UKE schränkt Leistungen ein

Wegen Corona-Erkrankungen fällt in den Hamburger Krankenhäusern Personal aus. So auch im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Momentan seien etwa 350 UKE-Mitarbeitende von mehr als 14.000 Mitarbeitenden in häuslicher Isolation aufgrund eines positiven PCR-Tests, so der Chef der Intensivmedizin, Stefan Kluge, zum Hamburg Journal im NDR Fernsehen. Das führe dazu, dass man sich im UKE in der Leistung einschränken müsse. "Das heißt: Wir haben Betten in vielen Bereichen etwas heruntergefahren, gesperrt, damit es nicht zu einer Überlastung kommt", sagt Kluge. Zum Teil müssten auch nicht dringliche Operationen verschoben werden.


19:49 Uhr

Zahl der Ausfälle bei Bundespolizei wegen Corona-Infektionen stark gestiegen

Die Zahl der Ausfälle bei der Bundespolizei aufgrund von Corona-Infektionen ist laut einem Bericht des "Spiegel" stark gestiegen. Aktuell seien 2.235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Virus infiziert, hieß es unter Berufung auf Behördenangaben. Dies entspreche 4,1 Prozent der insgesamt rund 54.000 Beschäftigten der Bundespolizei. Weitere 1.646 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundespolizei sind dem Bericht zufolge wegen eines Corona-Verdachts oder Kontakts zu einer erkrankten Person derzeit in häuslicher Isolation oder Quarantäne. Im Vergleich zum Januar habe sich die Zahl der Corona-Infektionen unter den Polizistinnen und Polizisten damit mehr als verdoppelt. Die Behörde teilte laut "Spiegel" gleichwohl mit, dass die Arbeitsfähigkeit ungeachtet der vielen Ausfälle sichergestellt sei.


19:28 Uhr

Rostocker ÖPNV wegen Corona-Ausfällen für zwei Wochen im Notbetrieb 

Wegen zahlreicher Corona-Ausfälle beim Personal fahren in den kommenden zwei Wochen in Rostock weniger Straßenbahnen und Busse. Wegen der extrem hohen Infektions- und Krankheitszahlen komme man nicht um eine Ausdünnung des Angebots herum, sagte der Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG, Jan Bleis. Man habe zwei Jahre lang darum gekämpft, dass es nicht zu Einschränkungen komme. Zuletzt sei das aber nur durch unzählige Sonderschichten zu stemmen gewesen. Der Notfallfahrplan gilt demnach von Montag, 28. März, bis voraussichtlich einschließlich 8. April. Die aktuellen Abfahrtszeiten erhalten die Fahrgäste in der Online-Fahrplanauskunft.


18:16 Uhr

2.289 Corona-Neuinfektionen im Land Bremen

Das Land Bremen hat 2.289 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Davon entfallen laut Behörden 556 auf die Stadt Bremerhaven - ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie (Vortag: 544/Vorwoche: 195). Auch die Stadt Bremen meldet einen hohen Stand an Neuinfektionen. Die Behörden registrierten am Freitag 1.733. Das ist der höchste Stand seit Ende Januar. Am Vortag hatte es hier noch 1.601 Neuinfizierten gegeben - vor einer Woche 1.251. In der Stadt Bremen verstarben jetzt zudem zwei Patienten. Die Sieben-Tage-Inzidenzen in Bremen und Bremerhaven steigen ebenfalls weiter. In Bremen klettert der Wert von 1.271 auf 1.399. In Bremerhaven steigt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 2.037 auf 2.139. Die Hospitalisierungsinzidenz in Bremen geht leicht zurück. Der Wert der Patienten pro 100.000 Einwohner, die wegen Corona binnen sieben Tagen ins Krankenhaus kamen, sinkt hier von 4,06 auf 3,88. Auch in Bremerhaven geht der Wert zurück: auf 7,04 nach 7,93 am Vortag.


17:57 Uhr

MV: 5.662 Neuinfektionen - 16 neue Todesfälle

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 5.662 Fälle gestiegen. Das sind 1.839 Fälle weniger als am Vortag und 431 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 2.403,3 auf 2.363,2 (Vorwoche: 2.474). Zudem wurden 16 neue Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl liegt nun bei 1.955. Der Inzidenzwert der Corona-Patienten, die innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner zur Behandlung in eine Klinik gebracht wurden, liegt bei 13,5 (+0,7). Nach Zahlen des LAGuS und des Gesundheitsministeriums werden landesweit derzeit 791 (-25) Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt. Von ihnen liegen laut LAGuS 73 (-2) auf einer Intensivstation. Laut Intensivregister werden 35 (-1) Patienten invasiv beatmet.


17:37 Uhr

Großbritannien: Starker Anstieg der Fälle - einer von 16 Menschen infiziert

Die hochansteckende Omikron-Variante BA.2 hat in Großbritannien für einen starken Anstieg der Corona-Fälle gesorgt. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes, das auf Basis regelmäßiger Tests einer zufällig ausgewählten Stichprobe wöchentliche Schätzungen veröffentlicht, gab es in der vergangenen Woche mit knapp 4,3 Millionen Fällen in Großbritannien fast eine Million Infektionen mehr als in der vorherigen Woche mit rund 3,3 Millionen Fällen. In England und Wales war demnach zuletzt einer von 16 Menschen infiziert, in Schottland sogar einer von 11. Lediglich in Nordirland sank die Quote leicht. Auch die Zahl der Covid-Patienten in den britischen Krankenhäusern ist wieder angestiegen, im Wochenvergleich zuletzt um 18 Prozent. In Schottland hat die Zahl der Krankenhauseinweisungen in den vergangenen Tagen sogar neue Rekordwerte erreicht. Insgesamt liegt die Zahl der Krankenhauspatienten aber weiterhin unter dem Niveau vorheriger Wellen.


17:14 Uhr

Kassenärzte-Chef regt Änderungen bei Quarantäneregeln an

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat angesichts vieler Corona-Infektionen mit eher milden Verläufen Änderungen bei Quarantänevorgaben vorgeschlagen. Schnelle und enorm viele Ansteckungen sowie glücklicherweise meistens leichtere Erkrankungsverläufe prägten die Omikron-Variante, sagte Gassen. Dies gelte insbesondere bei Geimpften. Daher sollten zumindest positiv Getestete ohne Symptome künftig nicht mehr automatisch in Quarantäne geschickt werden. Die Intensivbettenbelegung seit Ende Januar sei vergleichsweise stabil. Gassen betonte aber zugleich, dass ältere oder vorerkrankte Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, auch bei Omikron nicht sicher vor schwerem Verlauf oder Tod seien. Deshalb sollte sich diese Gruppe unbedingt impfen lassen.


16:23 Uhr

OVG Lüneburg: Maskenpflicht in Diskotheken bleibt bestehen

In Diskotheken und Clubs in Niedersachsen muss weiter mit Maske getanzt werden. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat den Antrag eines Osnabrücker Diskobetreibers abgelehnt, die Maskenpflicht auszusetzen. Zur Begründung heißt es, auf Sitzplätzen müsse keine Maske getragen werden. Und damit würden Diskotheken, Clubs oder Shisha-Bars mit der Gastronomie gleichbehandelt. Die Masken seien außerdem eine notwendige Schutzmaßnahme, angesichts der momentan hohen Infektionslage.


15:31 Uhr

Omikron-Welle sorgt für Höchstwert bei Arbeitsunfähigkeitsfällen

Die Omikron-Welle hat für einen Höchstwert bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen gesorgt. Im Februar stiegen die in Zusammenhang mit einer Corona-Diagnose stehenden Fälle im Vergleich zum Januar um 98 Prozent an, wie eine heute veröffentlichte Auswertung des BKK-Dachverbands ergab. Auch die Corona-bedingten Fehltage stiegen demnach um 88 Prozent auf 773,8 Tage je 100.000 Beschäftigte an. Besonders betroffen waren die Beschäftigten in der Automobilindustrie, in den erzieherischen und in den Gesundheitsberufen. Dort lag die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle und -tage den Angaben zufolge weit über dem Bundestrend. Die meisten Corona-Infektionen gab es laut BKK-Bundesverband in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen. In dieser Gruppe hatten sich die Zahlen mehr als verdoppelt - von 450,6 Fehltagen im Januar auf 925,8 Tage im Februar. Regional am stärksten betroffen waren Beschäftigte in Bayern.


15:10 Uhr

GEW: Schulen wegen Corona und Geflüchteten am Limit

Die Corona-Zahlen steigen weiter. Weil auch immer mehr Lehrerinnen und Lehrer ausfallen, warnen Bildungsgewerkschaften, dass die Schulen an ihre Belastungsgrenze stoßen. Auch in Hamburg ist die Lage zurzeit angespannt. Das liegt auch an der Einschulung der Kinder, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchtet, dass sich die Situation in den kommenden Wochen noch verschärft, weil die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend wegfallen.


15:00 Uhr

Nächster Corona-Fall beim HSV: Verteidiger Gyamerah infiziert

Fußball-Zweitligist Hamburger SV meldet den nächsten Corona-Fall. Nach Angaben des Clubs von heute wurde Außenverteidiger Jan Gyamerah positiv auf das Virus getestet. Der 26-Jährige hatte am Mittwochabend Unwohlsein und leichte Symptome bei sich festgestellt. Ein PCR-Test gab Gewissheit. Erst am Dienstag hatte der HSV bekanntgegeben, dass Stammtorhüter Daniel Heuer Fernandes und dessen Vertreter Tom Mickel positiv getestet worden sind. Wegen mehrerer Corona-Fälle im Team war bereits das Heimspiel des 26. Spieltags gegen den FC Erzgebirge Aue ausgefallen. Die Partie wird am 5. April nachgeholt.


14:51 Uhr

Keine Zuschauerbeschränkung mehr bei Hamburgs Handballern

Handball-Bundesligist HSV Hamburg kann wieder auf die volle Unterstützung seiner Fans bauen. Wie der Club heute mitteilte, können nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen wieder bis zu 3.745 Zuschauer zu den Heimspielen in die Sporthalle Hamburg kommen. Der Zutritt erfolgt nach der 3G-Regel. Die FFP2-Maskenpflicht für Erwachsene bleibt bestehen. Die nächste Partie in eigener Halle bestreitet die Mannschaft von HSVH-Trainer Torsten Jansen am 3. April gegen den SC DHfK Leipzig.


13:53 Uhr

Fünf Gesundheitsminister fordern längere Übergangsfrist

Angesichts der Rekordinfektionszahlen fordern die Gesundheitsminister von fünf Bundesländern eine Verlängerung der noch bis 2. April möglichen strengeren Corona-Maßnahmen um vier Wochen. Das würde den Ländern ermöglichen, die noch geltenden Schutzmaßnahmen beizubehalten, ohne dass dafür Beschlüsse der Landesparlamente notwendig seien, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Der Vorstoß wird von Laumanns Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen unterstützt. Am Montag kommen die Ressortchefs von Bund und Ländern zusammen, um offene Fragen zur Hotspot-Regelung schnell zu klären.


12:25 Uhr

Hamburg: Inzidenz steigt auf 1.438,4

In Hamburg sind binnen eines Tages 5.177 neue Corona-Fälle registriert worden. Das sind 382 neue Fälle weniger als gestern, aber 1.062 mehr als heute vor einer Woche. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen stieg von 1.382,6 gestern auf 1.438,4 (Vorwoche:1.192,7). Es gibt drei weitere Todesfälle. In den Hamburger Krankenhäusern werden nach Angaben der Sozialbehörde 475 Corona-Patienten behandelt, 53 mehr als zuletzt gemeldet - davon laut DIVI Intensivregister unverändert 41 auf Intensivstationen.


12:20 Uhr

Bisher 1,4 Millionen Impfdosen Novavax geliefert

Bei den Corona-Impfungen sind bisher 1,4 Millionen Dosen des neuesten Impfstoffs Novavax an Impfzentren, Arztpraxen oder Apotheken ausgeliefert worden. Der erst seit Ende Februar in Deutschland verfügbare Impfstoff hat damit nur einen Anteil von 0,7 Prozent an den 197,5 Millionen Dosen, die während der Corona-Pandemie insgesamt bis zum Ende vergangener Woche geliefert wurden, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Den größten Anteil haben die mRNA-Impfstoffe von Biontech (71 Prozent) und Moderna (18 Prozent). Tatsächlich verabreicht wurden bisher 171,7 Millionen Dosen. Gestern wurden insgesamt 64.000 Impfdosen verabreicht, 4.000 mehr als am Mittwoch. In der Regel kommen noch einige Nachmeldungen dazu.


11:56 Uhr

Niedersachsen: Mehr infizierte Schüler und Lehrkräfte

Die Zahl der Corona-infizierten Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen steigt weiter. Laut Kultusministerium meldeten die Schulen heute rund 17.700 Fälle. Das waren rund 800 mehr als gestern und rund 900 mehr als vor einer Woche. Vor zwei Wochen waren es sogar noch rund 4.700 weniger. Beim Schulpersonal stiegen die Zahlen ebenfalls. Heute fehlten den Angaben zufolge rund 2.800 Beschäftigte wegen eines positiven Corona-Tests, darunter 1.955 Lehrkräfte. Das waren demnach insgesamt rund 100 Beschäftigte mehr als am Vortag und 200 als vor einer Woche und rund 1.100 mehr als vor zwei Wochen. Etwa 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen laut Ministerium die rund 3.000 Schulen in Niedersachsen, etwa 100.000 Menschen arbeiten dort.


11:27 Uhr

RKI-Chef Wieler appelliert an den Gemeinsinn

"Jede Woche sterben aktuell mehr als 1.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion in unserem Land", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Lauterbach. Innerhalb einer Woche seien zuletzt etwa drei Prozent der Bevölkerung positiv mit Covid-19 getestet worden, einige Landkreise wiesen Sieben-Tage-Inzidenzen von über 3.000 aus, führte Wieler aus.

"Wie sich die nächsten Wochen entwickeln, das hängt sehr stark von unser aller Verhalten ab", sagte Wieler. Wer Symptome habe, solle drei bis fünf Tage zu Hause bleiben und außerhalb des Haushaltes möglichst niemanden treffen, vor allem keine Menschen mit Risikofaktoren. Auch die AHA-Regeln empfahl Wieler weiterhin.


11:02 Uhr

Lauterbach: Risiko für schwere Verläufe höher denn je

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat erneut zur Corona-Impfung aufgerufen. Das Risiko, sich als ungeimpfte Person jetzt zu infizieren und einen schweren Verlauf bis hin zum Tod zu haben, sei "höher als es je war", sagte der SPD-Politiker auf der wöchentlichen Pressekonferenz mit dem Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler. Auch sollte eine vierte Impfung ernst genommen werden, vor allem von den über 60-Jährigen. 90 Prozent der Menschen aus dieser Altersgruppe seien der Stiko-Empfehlung für die zweite Booster-Impfung noch nicht nachgekommen. "Wir können es so nicht laufen lassen", sagte Lauterbach. Es könne jetzt nicht einfach abgewartet werden, bis besseres Wetter die Lage entspanne. Er warnte nochmals vor einem "Freedom Day" - dem Fallenlassen aller Maßnahmen.

Der Minister appellierte an die Länder, jetzt Regelungen nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz umzusetzen, die für sogenannte Hotspots in kritischer Lage regional möglich sind. Eine dafür festzustellende Überlastung des Gesundheitswesens könne an konkreten Kriterien bemessen werden - etwa wenn planbare Operationen verschoben oder Patienten verlegt werden müssten. Lauterbach bekräftigte erneut, dass Hotspots auf diese Weise auch ein ganzes Bundesland umfassen können. Bei einer Gesundheitsministerkonferenz am kommenden Montag solle mit den Ländern gesprochen werden, um diese Regelung gangbar zu machen.


09:56 Uhr

Virologin: Corona-Regeln bleiben sinnvoll

Die Virologin Melanie Brinkmann hält fortgesetzte Corona-Schutzmaßnahmen weiter für wichtig. "Die BA.2-Variante heizt das ganze Infektionsgeschehen gerade noch mal an", sagte die Expertin vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung im Interview mit NDR Info. Die Dunkelziffer sei hoch, Brinkmann schätzt, dass derzeit doppelt so viele Menschen infiziert sind wie statistisch erfasst. Die Zahlen seien dennoch wichtig - gerade für diejenigen, die sich nicht impfen lassen können - um einzuschätzen, wie hoch das Infektionsrisiko ist.

Obwohl deutlich weniger Patienten wegen einer Infektion im Krankenhaus behandelt werden müssen, identifiziert Brinkmann zwei Probleme: Zum einen könne die Impfung Long Covid mildern, aber nicht komplett verhindern. Und zum anderen seien gerade in der kritischen Infrastruktur die vielen Corona-bedingten Personalausfälle derzeit ein massives Problem.

In der Gesellschaft gebe es nach zwei Jahren Pandemie eine gewisse "Corona-Müdigkeit". "Viele verfolgen das Geschehen gar nicht und wissen nicht so recht, was um sie herum passiert." Deshalb sei es weiter wichtig, Regeln zu haben. Zudem müsse die Impflücke unbedingt geschlossen werden. "Mein Gefühl ist, dass das schwierig wird", sagte Brinkmann. Wer sich bis jetzt nicht habe impfen lassen, sei schwer zu erreichen. Die Botschaft laute: "Wer dreifach geimpft ist, ist gut geschützt."


08:23 Uhr

Hamburg: Verlängerte Maskenpflicht an Schulen wahrscheinlich

In Hamburgs Schulen gilt wahrscheinlich auch nach Ostern weiter eine Maskenpflicht. "Wir setzen weiter auf Vorsicht und Sicherheit", sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) gestern im Schulausschuss der Bürgerschaft. In der kommenden Woche wird das Parlament darüber entscheiden, ob Hamburg zu einem Corona-Hotspot erklärt wird und damit die Masken bleiben.


07:45 Uhr

Hamburgs Verfassungsschutz warnt vor UMEHR-Demo

Hamburgs Verfassungsschutz hat vor der Teilnahme an einer für morgen von dem Verein UMEHR angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gewarnt. Wer an den Versammlungen des Vereins teilnehme, marschiere Seite an Seite mit Extremisten, sagte Verfassungsschutzsprecher Marco Haase. Die Gruppe stehe dem demokratischen Verfassungsstaat offen feindlich gegenüber und zeige zudem eine "ausgesprochen pro-russische Haltung". Im Bezug auf den Ukraine-Krieg würden die Ukraine und die Nato als Aggressoren dargestellt.


07:13 Uhr

Niedersachsen: Millionen Euro an Fördermitteln für Luftfilter nicht abgerufen

In Niedersachsen sind Gelder eines Bundesprogramms zum Einbau von Luftreinigern in Schulen und Kitas bei Weitem nicht ausgeschöpft worden. Landesweit wurden 5,6 Millionen Euro abgerufen, wie das niedersächsische Kultusministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zur Verfügung standen eigentlich 30 Millionen Euro, davon 19 Millionen vom Bund und 11 Millionen vom Land. Hintergrund ist möglicherweise die knappe Zeitspanne, in der Anträge gestellt werden konnten, nämlich zwischen dem 11. November 2021 und dem 15. Februar 2022. Bereits im vergangenen Herbst hatten Linke und FDP die schleppende Umsetzung des Bundesprogramms in Niedersachsen kritisiert. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) lasse Millionenbeträge liegen, er blockiere den Einbau der Filter, bemängelten beide Parteien. Ein Sprecher von Minister Tonne wies die Kritik zurück: Schon vor dem Start des Bund-Länder-Förderprogramms hätten die Schulträger verschiedene Landesprogramme nutzen können - unter bestimmten Voraussetzungen auch zum Einbau mobiler Luftfiltergeräte.


06:00 Uhr

Hamburger Frühlingsdom startet - Maskenpflicht auf Heiligengeistfeld

Keine Zugangsbeschränkungen, dafür aber Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske und 3G-Nachweis in der Gastronomie - mit diesen Regeln startet heute Nachmittag Hamburgs größtes Volksfest seine Frühlingsausgabe. Damit bringt der Frühlingsdom nun nach Corona-bedingten Absagen und Einschränkungen wieder größtmögliche Normalität auf das Heiligengeistfeld. Der Frühlingsdom mit seinen 232 Schausteller-Betrieben geht bis zum 24. April.


06:00 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen erstmals über 2.000

In Niedersachsen hat die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals den Wert von 2.000 überstiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt er aktuell bei 2.010,5 (Vortag: 1.951,4 / Vorwoche: 1.638,2). Die Zahl der neuen laborbestätigten Corona-Fälle beträgt 34.506 (Vortag: 36.969 / Vorwoche: 36.254). Landesweit verstarben zudem 28 weitere Menschen an oder mit einer Corona-Infektion, insgesamt zählt Niedersachsen nun 7.918 Verstorbene im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seit Pandemie-Beginn.


06:00 Uhr

RKI registriert 296.498 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1.756,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist gestiegen und hat erneut einen Höchstwert erreicht: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner je Woche heute früh mit 1.756,4 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1.752,0 gelegen, vor einer Woche bei 1.706,3 (Vormonat: 1.259,5). Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 296.498 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 297.845). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 288 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 128.110.


06:00 Uhr

8.581 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - neuer Höchstwert bei Inzidenz

Das Bundesland Schleswig-Holstein hat binnen 24 Stunden 8.581 neue Corona-Fälle registriert. Am Vortag waren 8.595 gemeldet worden, vor einer Woche 8.146. Die landesweite Corona-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut leicht gestiegen: Die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner erreicht den neuen Höchstwert von 1.574,5, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht. Vier weitere Menschen starben den Angaben zufolge mit oder an einer Corona-Infektion. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im hohen Norden seit Pandemie-Beginn auf 2.258. Aktuell werden landesweit 50 an Covid-19 erkrankte Menschen in Krankenhäusern behandelt, 27 von ihnen auf einer Intensivstation.  


06:00 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

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Eine junge Frau hält ein Tablett-PC auf dem man den NDR-Info Newsletter sieht. © NDR Foto: Christian Spielmann

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06:00 Uhr

Durch den Freitag mit dem Corona-Live-Ticker von NDR.de

Hallo und guten Morgen aus der Redaktion von NDR.de. Mit unserem Live-Ticker wollen wir Sie auch heute - am Freitag, 25. März 2022 - über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die Meldungen von gestern können Sie im Blog vom Donnerstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Ein Mensch hält eine FFP2-Maske in der Hand. © picture alliance/pressefoto_korb/Micha Korb Foto: Micha Korb

Corona im Norden: Letzte Auflagen sind weggefallen

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Ein Pflaster klebt auf dem Arm einer jungen Frau. © Colourbox Foto: Csaba Deli

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