Viele Geschäfte in Hamburg nutzen 2G-Optionsmodell nicht

Stand: 25.10.2021 06:34 Uhr

Steigende Corona-Fallzahlen und gleichzeitig weniger Einschränkungen. In Hamburg liegt der Inzidenzwert inzwischen wieder über 100. Gleichzeitig durften am Wochenende auch Einzelhändler erstmals wieder Kundinnen und Kunden ohne Maske bedienen - wenn sie sich für die 2G-Regel entscheiden.

Anfang Mai war die Inzidenz zuletzt im dreistelligen Bereich. Damals war Impfstoff noch knapp - nur ausgewählte Berufe und zum Beispiel vorerkrankte Menschen haben welchen bekommen. Und im Kampf gegen das Virus hatte der Senat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Statt Lockdown dürfen inzwischen immer mehr Branchen Geimpfte und Genesene ohne Maske und Abstand empfangen.

Viele Geschäfte scheuen Aufwand

Das "dürfen" nicht gleich "machen" bedeutet, hat sich am Wochenende im Hamburger Einzelhandel gezeigt. Die überwiegende Zahl der Geschäfte macht weiter wie bisher. Ungeimpfte ausgrenzen und vor allem jeden Impfnachweis kontrollieren: Diesen Aufwand wollten sich die meisten noch sparen.

Immer mehr gefälschte Impfnachweise

Und weil laut Senat immer mehr gefälschte Impfnachweise auftauchen, soll der Bund dagegen härtere Strafen möglich machen. In der neuen Hamburger Corona-Eindämmungsverordnung steht jetzt auch ganz offiziell drin, dass es verboten ist, falsche Nachweise zu benutzen oder zu verkaufen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.10.2021 | 06:00 Uhr

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