Eine Mund-Nasen-Maske hängt an einem Tisch im Klassenzimmer. © picture alliance/Eibner-Pressefoto/Weber/Eibner-Pressefoto Foto: Weber/Eibner-Pressefoto

Steigende Zahl von Corona-Fällen bei Schülern in Hamburg

Stand: 06.09.2021 14:26 Uhr

Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Hamburg infizieren sich mit dem Coronavirus. Der Inzidenzwert bei den 6- bis 17-Jährigen ist inzwischen mehr als doppelt so hoch, wie in der Gesamtbevölkerung.

Laut einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken gab es unter den 12- bis 17-Jährigen im Bezirk Hamburg-Mitte Ende August sogar eine Inzidenz von 434, der negative Spitzenwert. Auch in anderen Bezirken seien die Infektionsraten in dieser Altersgruppe überdurchschnittlich hoch. In Altona (333), Hamburg-Nord, (294) und Bergedorf (289) gab es demnach ebenfalls hohe Werte. In Eimsbüttel lag die Inzidenz in dieser Altersgruppe dagegen nur bei 91.

Bei den 12- bis 17-Jährigen haben erst knapp 21 Prozent einen vollen Impfschutz. In dieser Altersgruppe war die Inzidenz in ganz Hamburg Ende August mit fast 274 am höchsten. Bei 202 lag sie laut Senat auch noch bei den 6- bis 12-Jährigen.

Inzidenz bei älteren Menschen geringer

Vollständig geimpft sind inzwischen rund 65 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger, die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche, pendelt derzeit um die 90. Mit Abstand am wenigsten Corona-Fälle gibt es in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Da lag der Inzidenzwert deutlich unter 30 - bei einer Impfquote von knapp 83 Prozent.

Unterschiede in den Bezirken

Große Unterschiede gibt es auch in den Bezirken. Immer noch zeigt sich: Ärmere Quartiere verzeichnen deutlich mehr Corona-Fälle: Hamburg-Mitte führt die negativ-Liste mit einer Inzidenz von über 140 an. Auch Bergedorf und Harburg liegen über 100 - Eimsbüttel dagegen nur bei 30.

Linke fordert passgenaue Angebote

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Wenig überraschend findet das der gesundheitspolitische Sprecher der Linken, Deniz Celik. Er fordert passgenaue Informations- und Aufklärungsangebote - auch mit Blick auf die ärmeren Stadtteile. Dort leben häufig besonders viele junge Menschen, was sich auch auf die Inzidenzwerte auswirkt.

Die Schulbehörde gibt zu bedenken, dass Schulkinder derzeit die einzige Bevölkerungsgruppe sind, die jede Woche komplett durchgetestet wird. Bei den Tests in den Schulen würden jedoch nur Einzelfälle gefunden, sagte ein Behördensprecher. Vieles deute darauf hin, dass die Ansteckungen vor allem außerhalb der Schulen passieren.

Bei Kindern und Jugendlichen verläuft eine Infektion in den meisten Fällen harmlos. Ob derzeit auch schwere Fälle bei Kinder zunehmen, konnte die Sozialbehörde nicht sagen. Dazu würden noch keine Daten vorliegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.09.2021 | 13:00 Uhr

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