Novemberhilfe: Hamburg fordert größere Abschlagzahlung

Stand: 01.12.2020 06:59 Uhr

Hamburg fordert vom Bund eine größere Abschlagszahlung der Novemberhilfen. Der Auslöser ist, dass sich die Hauptzahlung wohl bis Januar hinzieht.

Maximal 10.000 Euro Abschlag verspricht der Bund Unternehmen, die einen Antrag auf Novemberhilfe gestellt haben. Das Geld sollte eigentlich auch schon überwiesen sein. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) rechnet bei einem Online-Treffen mit Unternehmern vor: Eine Firma, die vergangenes Jahr im November eine Million Euro Umsatz gemacht hat, also Anspruch auf 750.000 Euro Hilfe hat, bekommt davon im November nur einen Bruchteil. Das passe nicht zusammen.

Auszahlungszeitpunkt "desaströs"

Westhagemann fordert: Die Abschläge sollten jeweils die Hälfte der Antragssumme betragen, gedeckelt bei einer Million Euro. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bezeichnet einen Auszahlungszeitpunkt Mitte Januar als desaströs und will Druck machen in Berlin.

Ob bei geschlossenen Fitnessstudios oder der Gastronomie: Die liquiden Mittel seien so gut wie aufgebraucht, heißt es aus den Branchen. Und Ende des Jahres läuft eine Corona-Ausnahmeregelung zur Meldepflicht von überschuldeten Unternehmen aus, was zu einer ersten Welle von Insolvenzen führen könnte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2020 | 06:00 Uhr

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