Hamburger Frühlingsdom eröffnet - weniger Corona-Beschränkungen

Stand: 26.03.2022 06:19 Uhr

In Hamburg ist am Freitagnachmittag der Frühlingsdom eröffnet worden - zum ersten Mal wieder ohne Corona-Zugangsbeschränkungen.

Keine Zäune, keine Einlasskontrollen - auf den ersten Blick wird es ein Dom wie vor der Corona-Pandemie. Damit sich die Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände aber möglichst nicht mit Corona infizieren, gilt für alle ab 14 Jahren eine FFP2-Maskenpflicht. Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren reicht eine medizinische Maske. Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Zum Essen und Trinken auf dem Rundgang darf die Maske abgesetzt werden. Nur wer sich in eine der Restaurant-Buden setzt, braucht einen 3G-Nachweis.

Schweigeminute statt Feuerwerk

Auf das Feuerwerk verzichten die Veranstalter wegen des Kriegs in der Ukraine komplett. Um ein Zeichen für Frieden zu setzen, gab es am Eröffnungsabend um 22.30 Uhr außerdem eine Schweigeminute auf dem gesamten Heiligengeistfeld. Dafür wurden auf dem Dom die Musik ausgeschaltet und das Licht gedimmt.

Führungen für Kinder aus der Ukraine

Kinder von Ukraine-Flüchtlingen sollen an mehreren Tagen freien Eintritt erhalten. Mehrfach wollen die Schaustellerinnen und Schausteller Gruppen mit etwa 30 Kindern über das Dom-Gelände führen. Dann können die Geflüchteten verschiedene Fahrgeschäfte kostenlos benutzen. Es ist ein kleiner Beitrag, der den Dom-Veranstaltern aber am Herzen liegt, wie Schausteller Sascha Belli betonte.

Dom soll nicht teurer werden

Insgesamt kommen von Seiten der Schaustellerinnen und Schausteller laut Verbandspräsident Robert Kirchhecker so rund 20.000 Euro an Zuwendungen zusammen. Und das in Zeiten, in denen die Budenbetreiber selbst mit massiv gestiegenen Kosten für Strom, Diesel oder auch Kochzutaten konfrontiert werden. Insgesamt soll der Frühlingsdom dadurch nicht teurer werden. Einzelne Schaustellerinnen und Schausteller werden aber kaum ohne Preiserhöhungen auskommen. Die Dom-Neuheit "Freefall Extrem" zum Beispiel sollte pro Fahrt 6 Euro kosten - jetzt sind es laut Betreiber aber 7 Euro.

Mittwochs Familientag - Karfreitag geschlossen

Der Dom ist montags bis donnerstags von 15 bis 23 Uhr geöffnet, freitags und sonnabends von 15 bis 0 Uhr und sonntags von 14 bis 23 Uhr. Mittwochs ist Familientag mit Vergünstigungen. Karfreitag bleibt der Dom geschlossen.

Keine Standgebühren für die Buden

Etwa 230 Schaustellerinnen und Schausteller werden dabei sein - 30 mehr als noch beim Winterdom. Denn es gibt wieder mehr Platz, weil an den Eingängen die Zelte und Wartebereiche wegfallen, wie Sören Lemke vom Dom-Referat NDR 90,3 sagte. Die Betreiberinnen und Betreiber müssen keine Standgebühren für ihre Buden zahlen - ein Entgegenkommen der Stadt, die laut Lemke so auf 250.000 Euro verzichtet. Die Regelung soll auch für den Sommerdom gelten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.03.2022 | 15:00 Uhr

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