Die Hochbahnwache kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht. © NDR Foto: Screenshot

Hamburg: Ab jetzt 3G in Bussen und Bahnen - erste Kontrollen

Stand: 24.11.2021 18:54 Uhr

Nur noch geimpft, genesen oder frisch getestet darf man ab jetzt in Busse und Bahnen - so sieht es das Infektionsschutzgesetz vor. In Hamburg wird die Einhaltung stichprobenhaft kontrolliert.

Am ersten Tag zeigte sich, dass die 3G-Regel im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) nicht durchgängig beachtet wird. Bei ersten Kontrollen hatten etwa zehn Prozent der Fahrgäste keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test dabei. Dennoch zeigt sich die Hochbahn zufrieden. Sprecher Christoph Kreienbaum sagte im Gespräch mit NDR 90,3, dass alle Fahrgäste informiert gewesen seien. Menschen ohne 3G-Nachweis hätten dann nicht mitfahren können. Es habe auch kritische Fragen gegeben. "Nicht jeder ist immer einverstanden. Aber wir gehen im Moment sehr positiv ran."

Test darf nicht älter als 24 Stunden sein

Der Nachweis muss durch Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises erfolgen. Der vorzulegende Test darf dabei nicht älter als 24 Stunden sein, ein Selbsttest reicht nicht aus. Ungeimpfte, die etwa zum Frühdienst wollen, müssen sich also wohl schon am Vortag testen lassen, denn die meisten Testzentren öffnen erst ab 9 Uhr.

Kinder und Schüler brauchen keinen Nachweis

Auch Fahrgäste, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, müssen ein negatives Testergebnis nachweisen. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sowie Schülerinnen und Schüler sind von der neuen 3G-Regel ausgenommen.

750 Mitarbeitende sollen kontrollieren

"Die Kontrolle der 3G-Pflicht erfolgt stichprobenhaft durch die mehr als 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Prüf- und Sicherheitsdienste der Verkehrsunternehmen im Rahmen der regelhaften Fahrkarten- und Maskenkontrollen", erklärte der Hamburger Verkehrsverbund.

Höhe einer möglichen Strafe noch unklar

Wer gegen die 3G-Pflicht verstößt und ohne Nachweis erwischt wird, muss mit einem Bußgeld oder einer sogenannten Vertragsstrafe rechnen. Die Höhe steht nicht fest - hier konnten sich Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen noch nicht auf eine Höhe einigen, räumte die Hamburger Verkehrsbehörde ein. Im Gespräch sind 80 bis 120 Euro. Auch das zusätzlich fällige Bußgeld ist unklar, hier ist die Innenbehörde zuständig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.11.2021 | 06:00 Uhr

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