Feuerwerk am Hamburger Fischmarkt © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken, dpa

Diskussionen über ein Verkaufsverbot von Böllern

Stand: 23.11.2020 17:35 Uhr

Über Sinn oder Unsinn von Feuerwerk zu Silvester wird in der Corona-Pandemie noch stärker diskutiert als in den Vorjahren. Branchenvertreter warnen vor einer Pleitewelle.

Kritiker fordern längst ein Verbot von Böllern und Raketen - wegen des Umweltschutzes, aber auch wegen der Verletzungsgefahr. Die spielt in der Corona-Pandemie eine noch viel größere Rolle, Krankenhäuser sollen nicht noch zusätzlich überlastet werden. Befürworter eines Böller-Verbotes sagen außerdem: Damit gebe es ein Argument weniger, sich an Silvester in großen Ansammlungen zu treffen.

Böller-Verbot ja oder nein?

In einigen Bundesländern - etwa in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen - ist die Debatte über ein Böller-Verbot längst in vollem Gange. Der Hamburger Senat hatte sich zuletzt noch nicht damit beschäftigt. Die Frage: Böller oder keine Böller könnte auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch für ordentlich Zündstoff sorgen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer sind gegen ein generelles Verbot.

Probleme für die pyrotechnische Industrie

Während die Politik diskutiert, warnt der Verband der pyrotechnischen Industrie vor dem Niedergang der gesamten Branche. Nahezu der gesamte Umsatz der Hersteller wird demnach zu Silvester gemacht. Komme ein Kaufverbot, würden die Firmen auf ihren bereits produzierten Beständen sitzen bleiben.

Der Handelsverband Nord meint zur Verletzungsgefahr, dass bei fachgerechtem Gebrauch und dem Kauf von offiziell geprüften Feuerwerkskörpern nicht von einer Mehrbelastung der Krankenhäuser ausgegangen werden könne.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.11.2020 | 17:35 Uhr

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