Airbus-Mitarbeiter montieren einen Airbus A321 © picture alliance/dpa Foto: Maurizio Gambarini

Airbus schreibt Minus, aber Hamburg kann hoffen

Stand: 18.02.2021 15:39 Uhr

Der Flugzeugbauer Airbus hat im Corona-Jahr 2020 einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro eingefahren. In diesem Jahr will das Unternehmen die Produktion aber wieder etwas steigern. Davon dürfte auch das Werk in Hamburg-Finkenwerder profitieren.

Unter dem Strich beträgt das Minus für den weltweit größten Flugzeugbauer im Corona-Jahr 2020 insgesamt 1,13 Milliarden Euro. 2021 blieben viele Unsicherheiten, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Donnerstag. Der europäische Flugzeubauer musste zwar im vergangenen Jahr verkraften, dass zahlreiche Airlines Bestellungen storniert haben. Allerdings haben noch mehr Fluggesellschaften neue Jets geordert, so dass das Auftragsbuch insgesamt etwas gewachsen ist.

A320 ist gefragt - gut für Hamburg

Vor allem Flugzeuge aus der A320-Familie sind trotz - oder gerade wegen der Corona-Krise - gefragt. Die Fluggesellschaften setzen eher auf kleinere Maschinen als auf Großraum-Jets. Hamburg ist das Zentrum der A320-Familie.

In der zweiten Jahreshälfte will Airbus die Produktionsrate wieder etwas hochfahren. Statt 40 sollen dann 45 Maschinen pro Monat gebaut werden. Bis wieder das Niveau von vor der Krise erreicht ist, dauert es nach Einschätzung von Faury aber noch zwei bis vier Jahre. An den Plänen für den Stellenabbau hält Airbus aber fest. Allein in Norddeutschland sollen mehr als 2.200 Stellen wegfallen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2021 | 16:00 Uhr

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